Ein Polizeiauto in Hamburg mit dem Schriftug "Polizei" auf der Tür. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Hamburger Polizei mit Schlag gegen mutmaßliche Drogenhändler

Stand: 22.04.2021 20:19 Uhr

Die Polizei hat im Rahmen von Ermittlungen gegen mutmaßliche Drogenhändler am Donnerstag zahlreiche Wohnungen und Büros durchsucht - vor allem in Hamburg, aber auch in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hessen. 

18 Durchsuchungsbeschlüsse lagen vor. Der Großteil der Objekte wurde in Hamburg durchsucht. In Niedersachsen waren Wohnungen in Seevetal und Schortens Ziel der Ermittler, in Schleswig-Holstein Wohnungen in Schenefeld und Barsbüttel. In Hessen gab es einen Einsatz in Rodgau. Wie die Hamburger Polizei mitteilte, wurden sechs Haftbefehle vollstreckt.

Ermittlungen seit Ende 2020

Die Beamten ermitteln den Angaben zufolge bereits seit Ende 2020 gegen sechs Männer im Alter zwischen 25 und 46 Jahren. Die Gruppe soll rund 435 Kilogramm Marihuana nach Deutschland eingeführt haben. Nach Überzeugung der Polizei handelten drei der Männer darüber hinaus mit weiteren 200 Kilogramm Marihuana, 10 Kilogramm Kokain und 6 Kilogramm Haschisch. Ein 21-jähriger Verdächtiger soll 27 Kilogramm Marihuana der Bande bezogen haben, um die Drogen gewinnbringend weiterzuverkaufen. Gegen drei Angehörige der mutmaßlichen Drogenhändler wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

Die Hamburger Polizei wertete die Durchsuchungen als großen Erfolg. Auf die Spur der mutmaßlichen Dealer kam die Polizei durch die Auswertung von EncroChat-Nachrichten, die entschlüsselt werden konnten. Diese verschlüsselte Kommunikation per Mobiltelefon galt lange Zeit als abhörsicher. Erst 2020 gelang es Ermittlern in den Niederlanden und in Frankreich die Verschlüsselung zu knacken.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.04.2021 | 06:00 Uhr

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