Stand: 19.08.2020 09:15 Uhr

Hochschule für bildende Künste: Stipendium für Nichtstun

Blick auf die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). © picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Die HFBK schreibt ein Stipendium fürs Nichtstun aus.

Die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HFBK) hat ein Stipendium für das Nichtstun ausgeschrieben. Jeweils 1.600 Euro erwarten die drei Bewerberinnen und Bewerber, die mit ihren Plänen die Jury überzeugen können, wie Projektinitiator Friedrich von Borries erklärte.

Die Bewerberinnen und Bewerber müssen unter anderem angeben, was genau sie nicht tun möchten und wie lange sie beabsichtigen, das nicht zu tun. "Das kann ein Manager sein, der beschließt ein Meeting lang nichts zu sagen, aber auch jemand, der einen Monat lang nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren will", sagt Borries. Die drei Gewinnerinnen oder Gewinner werden schließlich im Rahmen seiner Ausstellung "Schule der Folgenlosigkeit" vorgestellt.

Abkehr vom Leistungsdenken

"Folgenlosigkeit" beschreibt laut von Borries auch, wie man durch das Nichtstun einen gewünschten Zustand herbeiführt. Für von Borries bedeutet das auch, eine Abkehr vom Leistungsdenken. Demnach handelt es sich bei dem Stipendium nicht um eine Karriereförderung, sondern um einen Impuls, Leute zu unterstützen in eine andere Richtung zu denken. "Das können auch gerne Leute sein, die sich auf das Sofa setzen und die Beine hochlegen", meinte von Borries. Die Bewerbungsfrist geht noch bis zum 15. September.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.08.2020 | 10:15 Uhr

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