Stand: 29.07.2020 18:53 Uhr

Hamburger Hochbahn testet kleinen Elektro-Bus

Die Hamburger Hochbahn hat mit dem Test kleiner Elektro-Busse begonnen, die bislang unterversorgte Quartiere in der Stadt besser an den öffentlichen Nahverkehr anschließen sollen. "Sie sollen dort fahren, wo bislang noch kein Bus fährt", sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Mittwoch bei der Vorstellung eines Testfahrzeugs.

Anteil des Nahverkehrs soll steigen

Der Senat strebt an, dass alle Hamburgerinnen und Hamburger innerhalb von fünf Minuten Zugang zu einem öffentlichen Verkehrsangebot haben. Der Anteil des Nahverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen soll in Hamburg nach diesen Plänen von derzeit 22 Prozent auf rund 30 Prozent steigen. Dazu sollen in den kommenden Jahren auch rund 600 neue Haltestellen gebaut werden.

Das erste Fahrzeug im Test ist ein Elektro-Bus des Herstellers Karsan, der in der Türkei gefertigt wird. Dieser Bus ist mit 8,30 Meter Länge deutlich kürzer als die Standardbusse der Hochbahn, die zwischen zwölf und 21 Meter lang sind. Der Bus bietet 22 Sitz- und 26 Stehplätze und einen barrierefreien Zugang. Der Test dauert eine Woche.

Weitere Elektro-Busse werden getestet

Es sollen auch weitere Fahrzeuge von anderen Herstellern in der Praxis erprobt werden, ehe die Entscheidung für ein Modell fällt. Die Hochbahn will die ersten derartigen Busse ab Ende 2022 einsetzen. 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.07.2020 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Einsatzkräfte der Polizei laufen in Richtung von zahlreichen Menschen auf der Stadtpark-Wiese. © picture alliance/dpa Foto: Jonas Walzberg

Corona-Regeln: Polizeigewerkschaft kritisiert Hamburger Senat

Aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft sind Corona-Regeln wie das Tanzverbot kaum noch von den Beamten durchzusetzen. mehr