Stand: 19.02.2020 21:07 Uhr  - NDR 90,3

Hamburger Hafen baut seine Marktposition aus

Der Hamburger Hafen hat im vergangenen Jahr den Umschlag von Gütern und Containern gesteigert und seine Marktposition damit ausgebaut. Der Seegüterumschlag erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 136,6 Millionen Tonnen teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Mittwoch mit. Der besonders wichtige Containerumschlag legte um 6,1 Prozent auf 9,3 Millionen Standardcontainer zu. Damit erhöhte sich der Hamburger Marktanteil unter den großen Häfen in Nordwesteuropa um einen Punkt auf 23 Prozent, vor allem zu Lasten Bremerhavens. Im Containerumschlag steht Hamburg in Europa auf Platz drei hinter Rotterdam und Antwerpen, weltweit auf Platz 17.

Mehr Containertransporte auf der Schiene

Zugelegt hat auch der Containertransport auf der Schiene im Seehafen-Hinterlandverkehr. Mit der Eisenbahn wurden 2019 insgesamt 2,7 Millionen Container zwischen den Terminals im Hamburger Hafen und Terminals im Binnenland transportiert. Das ist ein Plus von 10,4 Prozent. Im landseitigen Seehafen-Hinterlandverkehr von Bahn, Lkw und Binnenschiff wurden im Jahr 2019 insgesamt 5,8 Millionen Container umgeschlagen. Das entspricht einem Plus von 7,8 Prozent.

Bessere Anbindung macht Hafen effizienter

Bahn-Waggons mit Containern stehen in Hamburg im Bahnhof Alte Süderelbe auf den Gleisen. © picture alliance / dpa Foto: Angelika Warmuth
Im Hinterlandverkehr wurden 2019 deutlich mehr Container auf der Schiene transportiert.

"Wir investieren weiter in Infrastruktur und Digitalisierung. Beispielsweise hat die Hamburg Port Authority (HPA) beim Bau der Neuen Bahnbrücke Kattwyk und der Neuen Anbindung Burchardkai in den vergangenen Wochen wichtige Meilensteine erreicht. Beides wird unseren Hafen noch effizienter und zukunftssicher machen", sagte Jens Meier von der HPA. Durch seine starke Einbindung in das Eisenbahnnetz sei der Hafen hoch attraktiv.

Coronavirus als Risiko auch für den Hafen

Im Containerverkehr mit China wurden im Jahr 2019 in Hamburg insgesamt 2,6 Millionen Container umgeschlagen. Die Auswirkungen des Coronavirus auf den Handel lassen sich laut Axel Mattern von Hafen Hamburg Marketing noch nicht genau vorhersagen. Aber: "Es dürfte zu einem deutlichen Rückgang kommen, der sich dann auch zeitversetzt im Umschlag von Chinaladung in Hamburg zeigen wird. Dies werden wir frühestens zum Ende des ersten Quartals bewerten können", schätzt er.

Hafen will klimafreundlicher werden

Ein immer wichtiger werdender Wettbewerbsvorteil für den Hamburger Hafen könnte in Zukunft der Klimaschutz werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei nach Angaben von Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) klimaneutral erzeugter Wasserstoff. Der Bedarf im Hafen liege bei mehr als 120.000 Tonnen pro Jahr. Klima- und Umweltargumente seien in den Augen von Hafenkunden, Reedereien und Speditionen immer wichtiger, so die HPA.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.02.2020 | 15:00 Uhr

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