Stand: 17.09.2019 17:56 Uhr

Hamburger CDU setzt auf starke Wirtschaft

Die CDU will im Wahlkampf vor der Bürgerschaftswahl im Februar 2020 mit einem Bekenntnis zum Wirtschafts- und Industriestandort Hamburg punkten. Die Stadt brauche eine langfristige Wissenschafts-, Technologie und Gründerstrategie, sagte Spitzenkandidat Marcus Weinberg bei der Vorstellung des wirtschaftspolitischen Programms seiner Partei. Weinberg hatte bei dem Termin die Unternehmerin Christina Block an seiner Seite, die im CDU-Kompetenzteam für den Bereich "Wirtschaft und Wachstum" steht.

Ein Parteimitglied geht an dem CDU-Logo vorbei © picture alliance / dpa Foto: Angelika Warmuth

Wirtschaftsthemen im Wahlkampf der CDU

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Im Bürgerschaftswahlkampf setzt die Hamburger CDU auf Investitionen und den Infrastrukturausbau. Spitzenkandidat Weinberg stellte die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte seiner Partei vor.

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Kleiner Grasbrook als Fläche für Industrie

Unter anderem warben die beiden für einen Ausbau von Industrie- und Gewerbeflächen - etwa auf dem Kleinen Grasbrook. Dort sollten statt 3.000 Wohnungen Flächen zu diesem Zweck ausgewiesen werden. In Moorburg und Steinwerder könnten der CDU zufolge weitere hinzukommen. Weinberg setzt darauf, dass Firmen und Start-Ups aus Zukunftsbranchen wie der Künstlichen Intelligenz, der Robotik und der Medizintechnik ihr Interesse anmelden. Anreize könnten etwa gesetzt werden, indem junge Unternehmer unbürokratischer gefördert würden

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Christina Block ist im CDU-Kompetenzteam um Spitzenkandidat Marcus Weinberg.
Weinberg will Willy-Brandt-Straße untertunneln

Weiterer Schwerpunkt der CDU im Bürgerschaftswahlkampf ist die Infrastrukturpolitik. Weinberg sagte, die finanziellen Mittel dafür fürften nicht zurückgefahren werden, auch wenn künftig Steuereinnahmen geringer ausfallen sollten. Als konkretes Projekt nannte der Spitzenkandidat den Bau einer Untertunnelung der Willy-Brandt-Straße. In dem Zusammenhang griff er die Idee einer Machbarkeitsstudie wieder auf: Diese hat zum Ziel, zuerst abzuklären, ob eine Verlegung der Straße unter die Erde finanzierbar ist.

CDU will Infrastrukturprojekte fördern

Laut der CDU sollte die in die Jahre gekommene Köhlbrandbrücke außerdem durch einen Tunnel ersetzt werden. Um die Stadt vom Schwerlastverkehr zu entlasten, müssten sowohl die Hafenquerspange und die Autobahn 20 als Nordwest-Umfahrung Hamburgs zeitnah gebaut werden, so Christina Block. Weinberg betonte, es gebe eine klare Priorität aus Wirtschaftsverkehre: "Diese sind zentral für das Beibehalten eines starken Standorts", sagte er.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.09.2019 | 17:00 Uhr

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