Stand: 07.03.2018 07:39 Uhr

Hamburger AfD ist gegen Pegida-Zusammenarbeit

In der Hamburger AfD gibt es offenen Widerstand gegen den Kurs der Bundespartei. Anlass ist deren Entscheidung, sich nicht mehr von der Pegida-Bewegung abzugrenzen. In einem Brief von vier Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten der AfD an die Parteispitze in Berlin heißt es, die Entscheidung, dass AfD-Politiker künftig bei Pegida-Protesten als Redner auftreten dürfen, sei eine Katastrophe. Die Pegida sei zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung eine "rechtsradikale Gruppe aus dem Osten". Wenn die AfD diesen Kurs fortsetze, würde sie bürgerliche Mitglieder verlieren und eine Spaltung der Partei in Ost und West riskieren.

Ein Zeichen setzen

Geschrieben wurde der Brief vom Co-Chef der Hamburger AfD-Fraktion, Jörn Kruse, und dem Abgeordneten Detlef Ehlebracht. Zwei weitere Abgeordnete der Fraktion haben ihn ebenfalls unterzeichnet. Auf Nachfrage erklärte Kruse, er wolle ein klares Zeichen setzen und hoffe auf eine Diskussion in seiner Partei.

Die AfD hatte am Wochenende auf ihrem Parteikonvent beschlossen, das Kooperationsverbot mit Pegida aufzuheben. Der AfD-Chef von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, nannte die Entscheidung einen Meilenstein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.03.2018 | 08:00 Uhr

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