Stand: 12.03.2019 20:57 Uhr

Hamburg will die Regeln für Angler verschärfen

Mit einem strengeren Fischerei- und Angelgesetz will Hamburg in Zukunft die Fischbestände schützen. Der Gesetzentwurf, den der Senat am Dienstag verabschiedet hat, gilt als der modernste seiner Art in ganz Deutschland. Unter anderem sollen in dem Gesetz eine tägliche Höchstfangmenge sowie erlaubte Längen von geangelten Fischen festlegt werden. So dürften Angler künftig beispielsweise nur noch zwei Zander pro Tag fangen - und auch nur dann, wenn die Tiere 45 bis 75 Zentimeter lang sind.

Obergrenze für Fische eingeführt

Nicht ausgewachsene Fische müssten die Angler wieder freilassen. Außerdem dürften die Tiere eben auch nicht zu groß sein, sagt Martin Liebetanz-Vahldiek, der Chef der Fischereibehörde. "Weil man mittlerweile aus wissenschaftlichen Erkenntnissen weiß, dass große Fische besonders bedeutsam für den Bestand sind, den Bestand auch über Krisenzeiten nachhaltig führen und deswegen sind die großen Fische in Hamburg in Zukunft geschützt."

Strengere Regeln für den Tierschutz

Außerdem sollen künftig strengere Regeln für den Tierschutz gelten: Kescher etwa, mit denen Fische aus dem Wasser geholt werden, müssten weich und schonend für die Tiere sein. Die Prüfungen für den Angelschein will Hamburg verschärfen. Die Fischereiabgabe soll pro Jahr von fünf auf zehn Euro steigen. Zahlen sollen nicht - wie bislang - nur die 120.000 Hamburger Angler, sondern auch mehrere zehntausend Angeltouristen, so Liebetanz-Vahldiek. "Die werden sich über die Entrichtung der Fischereiabgabe künftig auch an der Entwicklung der Gewässer und der Entwicklung der Fischbestände beteiligen müssen."

Das neue Fischerei- und Angelgesetz soll rechtzeitig zum Start der Saison im Mai in Kraft treten - wenn die Bürgerschaft zustimmt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.03.2019 | 19:00 Uhr

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