Stand: 14.12.2019 16:54 Uhr  - NDR 90,3

Hamburg will Ehrenamtliche stärker unterstützen

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Sozialsenatorin Melanie Leonhard will mit der sogenannten Engagements-Strategie ehrenamtliche Tätigkeit fördern.

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat am Sonnabend ein neues Senatskonzept zur Unterstützung von ehrenamtlich engagierten Menschen vorgestellt. Demnach soll es in der Hansestadt künftig unter anderem ein "Haus des Ehrenamts" geben. Unter dem Dach des Museums für Hamburgische Geschichte soll es dort Platz geben für ehrenamtliche Arbeit und entsprechende Netzwerke.

Bessere Vernetzung und Förderung

Auf 30 Seiten hat sich der Senat in der sogenannten Engagements-Strategie damit befasst, wie ehrenamtliche Arbeit in Hamburg künftig besser vernetzt und gefördert werden kann. In den Entwicklungsprozess waren nach Angaben der Sozialbehörde mehr als 2.000 freiwillig und ehrenamtlich Engagierte eingebunden. "Über eine halbe Million Hamburgerinnen und Hamburger sind ehrenamtlich aktiv. Von Herzen Danke dafür!", sagte Leonhard. Ihr Engagement und Herzblut sei unverzichtbar für die Stadt.

Mehr Wertschätzung für Ehrenamtliche

Vorgesehen sind demnach unter anderem mehr Qualifizierungen und Supervisionen, der Ausbau von digitalen Angeboten und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. Außerdem soll die Wirtschaft stärker eingebunden werden und ehrenamtlich engagierte Menschen sollen mehr Wertschätzung erfahren.

Zentrale Anlaufstelle zum Thema Ehrenamt

Mehr Platz soll es auch für die Arbeit der Engagierten geben. Dafür stehen künftig Räume im Museum für Hamburgische Geschichte zur Verfügung, das dann auch zum "Haus des Engagements" wird. Es soll künftig die erste Anlaufstelle für die ehrenamtliche Arbeit in Hamburg sein.

Grüne betonen Ausweitung der finanziellen Unterstützung

Die Bürgerschaftsabgeordnete Mareike Engels betonte auch die Ausweitung finanzieller Unterstützung. "Der sogenannte Verfügungsfonds für die Bezirke zur Unterstützung der Freiwilligenarbeit in der Geflüchtetenhilfe wird verstetigt und - was mich sehr freut - auch auf andere Engagementfelder ausgeweitet", sagte Engels.

Kritik von den Christdemokraten

Die CDU-Fraktion kritisierte die Engagementsstrategie als eine "lose Ideensammlung". Mit monatelanger Verspätung habe der Senat es endlich geschafft, sein weiteres Vorgehen vorzulegen. Dabei sei grundsätzlich erfreulich, dass viele CDU-Forderungen aufgenommen wurden. "Alles gute Einzelmaßnahmen, aber eben auch nicht mehr", sagte Richard Seelmaecker, Abgeordneter der CDU-Fraktion. Es sei keine echte Strategie vorhanden, auch einen Zeitplan für die Umsetzung gebe es bislang nicht

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.12.2019 | 11:00 Uhr

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