Stand: 01.09.2020 18:25 Uhr

Hamburg verzeichnet für 2019 nur kleinen Überschuss

Die Stadt Hamburg hat im vergangenen Jahr nur einen kleinen Überschuss erwirtschaftet. Gerade noch ein Plus in Höhe von 23 Millionen Euro verzeichnete die städtische Verwaltung 2019. Im Jahr 2018 war es noch mehr als eine Milliarde Euro. Dass die Konjuntur nachlässt sei nicht erst eine Folge der Corona-Pandemie, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung des Geschäftsberichts der Stadt.

Weniger Steuereinnahmen und höhere Personalaugaben

Hamburg nahm 2019 etwa 150 Millionen Euro weniger Steuern ein als im Vorjahr. Noch stärker schlägt zu Buche, dass die Stadt rund 500 Millionen Euro zusätzlich für Personal ausgab - unter anderem aufgrund von Tariferhöhungen. Dennoch sieht Dressel die Stadt gut gerüstet, um die Corona-Krise auch finanziell zu stemmen. Für schlechtere Zeiten habe Hamburg Rücklagen von mehr als vier Milliarden Euro gebildet.

CDU: Hamburgs Haushalt nicht krisensicher

"Hamburgs Haushalt ist nicht krisensicher", konterte CDU-Haushaltsexperte Thilo Kleibauer. Viel zu lange habe sich der Senat auf steigenden Steuereinnahmen ausgeruht. Ähnlich urteilte der Bund der Steuerzahler, der auch die milliardenschweren Corona-Hilfen ins Visier nimmt. Der Vorsitzende des Steuerzahlerbundes, Lorenz Palte, sagte, Der Finanzsenator sei für das Zusammenhalten des Geldes zuständig, nicht für das Ausgeben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.09.2020 | 19:00 Uhr

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