Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister von Hamburg, äußern sich bei einer Pressekonferenz nach der Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder im Bundeskanzleramt zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd von Jutrczenka

Hamburg und der Corona-Gipfel im Kanzleramt

Stand: 29.09.2020 07:42 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät heute mit den Regierungschefs und Regierungschefinnen der Länder über die Corona-Lage. Hamburg macht sich vor allem dafür stark, dass die bestehenden Regeln besser eingehalten werden. Derweil steigen bundesweit die Infektionszahlen wieder deutlich an.

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen schlägt der Bund für Feiern in privaten Räumen eine Obergrenze von 25 Teilnehmern vor. In öffentlichen Räumen solle die Grenze bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem Entwurf einer Beschlussvorlage des Bundes für die heutigen Beratungen. Angesichts der Infektionszahlen sollten derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zugelassen werden, heißt es in dem Papier weiter.

Tschentscher hält Corona-Regeln für "vernünftig"

"Die jetzigen Corona-Regeln sind eigentlich recht vernünftig", sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Vorfeld des Treffens. Nur würden diese Regeln leider nicht so eingehalten wie erforderlich. Das sei ein Problem, sagt Tschentscher. Vor allem deshalb, weil sich irgendwann wieder verstärkt auch ältere Menschen ansteckten. Dann könnten auch Krankenhäuser wieder in eine kritische Lage kommen, das müsse man verhindern. Unter anderem dadurch, dass die Quarantäne für Reiserückkehrende verschärft wird.

Hamburg will andere Quarantäne-Regel

Hamburg hatte zwar bereits im Sommer bei Bund und Ländern dafür geworben, dass sich Menschen frühestens nach fünf Tagen testen lassen können und dass erst danach die Quarantäne endet. Umgesetzt ist das bislang aber nicht. Das müsse geregelt werden, besonders mit Blick auf die Herbstferien, heißt es im Hamburger Rathaus. Während die meisten Ministerpräsidenten per Video zum Corona-Gipfel zugeschaltet sind, reist Tschentscher persönlich ins Kanzleramt.

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Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.09.2020 | 08:00 Uhr

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