Hamburg testet vor Sturmflutsaison die Sirenen

Stand: 09.09.2021 11:54 Uhr

Mit einem Testlauf der Sirenen hat sich Hamburg auf die bevorstehende Sturmflutsaison vorbereitet. Am Donnerstag war um 11 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Ton der Sirenen im Tidegebiet der Elbe zu hören.

Hamburg verfüge zwar über moderne Hochwasserschutzanlagen, trotzdem sei die Gefahr einer extremen Sturmflut nie ganz auszuschließen, sagte ein Sprecher der Innebehörde. Und deshalb müsste in jedem Jahr geübt und getestet werden. Insbesondere in der Zeit vom 15. September bis 31. März des Folgejahres kann es laut Behörde für die tieferliegenden Stadtteile und im Hamburger Hafen zu einer Gefährdung durch Sturmfluten kommen.

Der eine Minute lang auf- und abschwellenden Sirenenton bedeutet übrigens "Achtung! Es besteht eine Gefahr! Informieren Sie sich!". Um 11.45 Uhr heulten die Sirenen dann erneut - eine Minute lang ohne Auf- und Abschwellen. Das bedeutete: "Die Gefahr ist vorüber!".

Auch Warn-Apps und Böllerschussanlage wurden getestet

In Hamburg gibt es den Angaben zufolge 124 Sturmflut-Sirenen. Der Test am Donnerstag dient laut Innenbehörde dazu, die technischen Systeme zu prüfen. Es wurde auch getestet, ob die Information über Warn-Apps wie NINA und KATWARN klappen. In diesem Jahr wurde außerdem eine der fünf Böllerschussanlagen am Hafen getestet. "Die Sirenen haben ausgelöst und die Böllerschüsse im Hafen waren zufriedenstellend", sagte ein Sprecher der Innenbehörde.

Im Fall einer extremen Sturmflut würde die Bevölkerung außerdem per Lautsprecherwagen und Anzeigen auf den digitalen großen Werbetafeln am Hafenrand gewarnt.

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