Stand: 23.08.2019 14:30 Uhr

Hamburg plant Umwelt-Allianz mit Rotterdam

Hamburg und Rotterdam sollen in Sachen Umweltschutz in den Häfen gemeinsame Sache machen: Sozialdemokraten und Grüne in beiden Städten wollen die Zusammenarbeit bei der Reduzierung der Luftschadstoffe von Seeschiffen voranbringen. Dazu legten SPD und Grüne in der Hamburgischen Bürgerschaft am Freitag einen Antrag vor, der die Vereinbarung gleicher Klimaschutzmaßnahmen beider Hafenbehörden zum Ziel hat. In Rotterdam wollen die Sozialdemokraten (Partij van de Arbeid) und Grünen (GroenLinks) im September einen gleichlautenden Antrag in den Gemeinderat einbringen.

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Hamburg und Rotterdam: Projekt für bessere Luft

Die Hafenstädte Hamburg und Rotterdam wollen sich gemeinsam für bessere Luft einsetzen. Geplant ist eine Vereinbarung, die den Ausstoß von Schadstoffen in beiden Häfen gleichermaßen senkt.

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Ziel ist der klimaneutrale Hafen

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Anjes Tjarks (Grüne, l.) und Dirk Kienscherf (SPD) wollen eine Hafen-Allianz mit Rotterdam anschieben.

Es gehe darum, ambitionierte Schritte für den Klimaschutz und gegen die Luftverschmutzung umzusetzen, sagten die Fraktionschefs von SPD und Grünen, Dirk Kienscherf und Anjes Tjarks. Eine Partnerschaft der beiden großen Häfen soll bei der Umsetzung Planungssicherheit schaffen. Das Ziel - allerdings noch in weiter Ferne - ist der klimaneutrale Hafen.

"Schiffe endlich sauberer machen"

Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks spricht von einem Meilenstein: "Wir wollen endlich die Schiffe in unserem Hafen sauberer machen, dafür müssen wir gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen." Hamburg erwartet von der Bundesregierung, dass sie sich an den Kosten für Landstrom beteiligt und die EEG-Umlage senkt.

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Starker Partner in Sachen Umweltschutz? Rotterdam ist der größte Hafen Europas.

Beim Thema Landstrom arbeite der Senat bereits an einer Ausweitung der Anlagen in Hamburg, sagte Kienscherf. Es gehe aber auch um effizientere Lieferketten mithilfe von digitalen Lösungen oder die Förderung von umweltfreundlichen Entwicklungen im Bereich der Energieversorgung. "Wir sind uns einig darin, CO2, Schwefel, Feinstaub und NOX (Stickoxide) deutlich zu reduzieren."

Gemeinsam als Vorreiter

Mit Rotterdam und Hamburg wollten der größte und der drittgrößte Hafen Europas eine Vorreiterrolle einnehmen. Andere Hafenstädte wie Bremen, Bremerhaven, Antwerpen und Le Havre sollen eingeladen werden, sich der Initiative anzuschließen. Dazu solle noch in dieser Legislaturperiode eine Konferenz mit den anderen Nord-Häfen in Hamburg organisiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.08.2019 | 17:00 Uhr

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