Stand: 15.04.2019 21:14 Uhr

Spatenstich für Science City in Bahrenfeld

Feierlicher erster Spatenstich auf dem DESY-Gelände: In Hamburg-Bahrenfeld ist am Montag mit dem Bau eines Zentrums für Existenzgründer begonnen worden. Das Innovationszentrum wird Teil der sogenannten Science City Bahrenfeld. Auf mehr als 2.000 Quadratmetern werden Start-ups und innovative Unternehmen ein Zuhause finden.

Marktreife Technologien und Produkte

Aus der Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum DESY sollen schnell marktreife Technologien und Produkte entstehen. "Damit das strukturiert passiert, müssen die klügsten Köpfe zusammenkommen", sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Das sei die Idee solcher Innovationszentren. In knapp zwei Jahren sollen die ersten Existenzgründer einziehen. Viele Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

Innovationszentren auch an anderen Orten

Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld soll die Science City entstehen. (Visualisierung)

Mit rund 14 Millionen Euro trägt die Stadt den größten Teil der Baukosten. Neben DESY ist die Hamburger Universität ein weiterer Partner. Für deren Präsident Dieter Lenzen ist das entstehende Innovationszentrum erst der Anfang. "Wir werden als Universität diesen Gedanken sicher auch an anderen Stellen auf den Campi der Universität realisieren", sagte Lenzen.

Ein ganzer Stadtteil für die Wissenschaft

Rund 125 Hektar stehen für das Quartier Science City Bahrenfeld insgesamt zur Verfügung. In der Nähe des Hamburger Volksparks im Bezirk Altona sind neben wissenschaftlichen Institute und Einrichtungen auch rund 2.500 Wohnungen vorgesehen.

Der ganze Stadtteil soll der Wissenschaft gewidmet werden. Das DESY soll ausgebaut und die Uni-Fachbereiche Physik, Chemie und Teile der Biologie an den Forschungscampus Bahrenfeld verlegt werden. Tschentscher hatte im Januar erklärt, das neue Quartier solle beste Standortbedingungen "für kluge Köpfe aus der ganzen Welt" bieten. Uni-Präsident Lenzen sagte damals, man könne hier Spitzenforscher aus aller Welt anlocken: "Man könnte sagen, was dort entsteht ist ein neues deutsches Oxford. Ein riesiger Lebensraum, in dem es sich zu leben und zu arbeiten lohnt."

Architekturwettbewerbe ab 2020

2020 starten die ersten Architekturwettbewerbe. Plätze und Grünflächen des Quartiers sollen fließende Übergänge zum angrenzenden Volkspark bieten. Angebunden wird es mit Schnellbahnen, einem Bus-Shuttle-System und Velorouten. Kosten und Zeitpläne sind noch nicht bekannt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.04.2019 | 18:00 Uhr

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