Peter Tschentscher (r), Hamburgs erster Bürgermeister, Susan Elbow, ehemalige US-Generalkonsulin in Hamburg (2001 im Amt) und Darion Akins, der Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika, enthüllen anlässlich des 20. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September 2001 zwei Schrifttafeln vor dem Generalkonsulat der USA in Hamburg. © picture alliance/dpa Foto: Ulrich Perrey

Hamburg hat jetzt Mahnmal zu Anschlägen vom 11. September

Stand: 10.09.2021 11:21 Uhr

In Hamburg wird jetzt auch mit einem Mahnmal der Opfer der Terroranschläge vom 11. September vor 20 Jahren gedacht.

Am Freitag enthüllten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und US-Generalkonsul Darion Akins zwei Gedenktafeln am amerikanischen Generalkonsulat an der Hamburger Außenalster. Damit wolle Hamburg die große Anteilnahme zum Ausdruck bringen und ein Zeichen setzen für die Freundschaft mit den USA, sagte Tschentscher im Beisein der ehemaligen US-Generalkonsulin Susan Elbow.

"Hamburgerinnen und Hamburger tief getroffen"

"Der 11. September hat uns die Bedrohung durch Terrorismus und religiösen Fanatismus neu bewusst gemacht", sagte Tschentscher. Die Folgen seien bis heute spürbar, nicht zuletzt in in Afghanistan. "Die Anschläge haben auch die Hamburgerinnen und Hamburger tief getroffen." US-Generalkonsul Atkins sagte: "Die Anteilnahme der Menschen in Norddeutschland mit den Opfern der Anschläge und den Vereinigten Staaten hat uns tief berührt." Die Tafeln seien ein sichtbares Zeichen der Freundschaft zwischen Hamburg und den Vereinigten Staaten.

Tafeln kommen auf Granitstein am Alsterufer

Die Schrifttafeln in deutscher und englischer Sprache sollen später auf einem Granitstein angebracht und in der Nähe des US-Generalkonsulats am Alsterufer platziert werden. "In Verbundenheit und Freundschaft unserer Stadt mit den Vereinigten Staaten von Amerika gedenken wir der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 in New York, Washington und Pennsylvania. Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, 11. September 2021" steht auf der deutschsprachigen Tafel.

Am 11. September 2001 hatten Al-Kaida-Terroristen vier Flugzeuge entführt. Zwei davon lenkten sie in die Türme des New Yorker World Trade Centers, ein weiteres in das Pentagon, den Sitz des Verteidigungsministeriums in Washington. Ein viertes Flugzeug stürzte nahe Pittsburgh auf unbewohntes Gebiet. Bei den Anschlägen wurden fast 3.000 Menschen getötet.

Drei der Todespiloten hatten in den 90er Jahren in Hamburg studiert. Die Terrorzelle um Mohammed Atta traf sich in einer Wohnung in Hamburg-Harburg.

Weitere Informationen
Am 11. september 2001 steigt schwarzer Rauch aus den brennenden Türmen des World Trade Centers in New York. © picture-alliance/ dpa/dpaweb | Jason_Szenes

Zweiter Schock nach 9/11: Spur der Attentäter führt nach Hamburg

Kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist klar: "Todespilot" Mohammed Atta und weitere Attentäter lebten in Hamburg. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.09.2021 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Mobilität S-Bahn auf der Elbbrücke über die Norderelbe in Hamburg. © IMAGO / Jannis Große Foto: Jannis Große

Engpässe im Hamburger Bahnverkehr: Neue Gleise über die Elbe?

Braucht die Bahn in Hamburg neue Gleise über die Elbe? Dazu wird nun eine Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht. mehr