Stand: 18.05.2020 14:56 Uhr

Hamburg fordert mehr Corona-Soforthilfe vom Bund

Hamburg fordert vom Bund ein weiteres Corona-Soforthilfe-Programm für bedrohte Unternehmen. Damit sollten beispielsweise Betriebe wie Clubs oder Freizeiteinrichtungen unterstützt werden, die noch länger geschlossen sind, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).

Bund kündigt umfangreiche Corona-Hilfen an

"Der Bund muss jetzt seine Bazooka auf den Tisch legen - und dann schauen wir, was wir noch an Kleinwaffen aus Hamburg benötigen", sagte Finanzsenator Dressel - und spielte damit auf die Ankündigung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) an, der umfangreiche Corona-Hilfen angekündigt hat.

Bereits 440 Millionen Euro an Soforthilfen gezahlt

Hamburg hat in den vergangenen zwei Monaten rund 440 Millionen Euro Soforthilfen ausgezahlt. Mehr als zwei Drittel der Anträge kommen von Solo-Selbstständigen, beispielsweise aus Kultur und Kreativwirtschaft. Auch die Gastronomie profitiert stark von den Soforthilfen, mehr als 5.000 Gastronomen in der Stadt erhalten Zuschüsse.

Anträge noch bis Ende Mai möglich

Bis Ende Mai sind noch Anträge für die Einmalzahlung möglich. Parallel legt die Stadt ein 300 Millionen Euro schweres Kreditprogramm auf. Strauchelnde kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige können ein Darlehen beantragen - mit subventionierten Zinsen von einem Prozent. Auch Vereinen und gemeinnützigen Unternehmen steht der "Hamburg Kredit Liquidität" offen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.05.2020 | 14:00 Uhr

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