Stand: 14.09.2018 13:32 Uhr

Hamburg erhält Erwin-Seeler-Park

Sieben neue Namen für Straßen, Brücken und Plätze hat die zuständige Senatskommission der Stadt Hamburg vergeben. Es wird künftig unter anderem einen Erwin-Seeler-Park und eine Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke geben. "Mit den aktuellen Benennungen ehren wir besonders viele Hamburgerinnen und Hamburger, die im Nationalsozialismus Haltung bewiesen und unsere Stadt auf besondere Weise geprägt haben", sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD) am Freitag.

Erwin Seeler (vorne) erzielt im Hamburger Victoria-Stadion für den SC Lorbeer ein Tor im Endspiel der Bundesmeisterschaft 1931.

Hamburg ehrt bedeutende Hamburger

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Die Stadt ehrt bedeutende Hamburger mit einem eigenen Straßennamen. Die zuständige Senatskommission schlug unter anderem Marion Gräfin Dönhoff und Erwin Seleer vor.

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Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke über das Alsterfleet

Eine Fußgängerbrücke wird nach Hamburgs 2002 verstorbener Ehrenbürgerin, NS-Widerstandskämpferin und Publizistin Marion Gräfin Dönhoff benannt. Die Marion-Gräfin-Dönhoff-Brücke über das Alsterfleet verbindet das neu entstehende Geschäftshaus Alter Wall mit den Alsterarkaden. Die ehemalige Chefredakteurin der Wochenzeitung "Die Zeit" wird also in umittelbarer Nachbarschaft zum Bucerius-Kunst-Forum geehrt - das passt, war doch Gerd Bucerius Herausgeber der "Zeit".

Viele Umbenennungen am Huckepackbahnhof

Die meisten der umbenannten Straßen und Plätze befinden sich auf dem neu entstehenden Huckepackbahnhof zwischen der Billhorner Brückenstraße und dem S-Bahnhof Rothenburgsort im Hamburger Osten. Dort wird der Erwin-Seeler-Park künftig an den Fußballer und Vater von Uwe Seeler erinnern. Erwin Seeler spielte lange bei Rothenburgsort 96 - und genau in diesem Stadtteil liegt der Park beim Neuen Huckepackbahnhof.

Jüdische Ärztin wird geehrt

Dort entsteht auch der Kaatje-Benninga-Park, der an eine jüdische Ärztin aus Rothenburgsort erinnern soll, die von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Eine weitere Straße wird nach Cornelia Harte benannt. Sie erhielt als erste Frau eine Professur an der Universität Köln und förderte die Vernetzung von Frauen in der Wissenschaft. Nach ihr wird die neue Erschließungsstraße zwischen Billhorner Deich und Billhorner Brückenstraße benannt.

Zu den Geehrten gehört auch die in Hamburg geborene und in New York gestorbene jüdische Künstlerin Eva Hesse, und in Bergedorf erinnert künftig der Fritz-Manke-Weg an den beliebten Sprecher der Stadtteilkonferenz Bergedorf-West.

Karte: Gelände des ehemaligen Huckepackbahnhofs in Rothenburgsort
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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.09.2018 | 12:00 Uhr

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