Stand: 23.05.2020 20:28 Uhr  - NDR 90,3

Hamburg: Hunderte protestieren gegen Corona-Auflagen

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Am Rande einer nicht genehmigten Gegendemonstration setzte die Polizei auch einen Wasserwerfer ein.

Etwa 750 Menschen haben am Sonnabendnachmittag in Hamburg gegen die Auflagen zum Schutz vor dem Coronavirus protestiert. Sie kritisierten unter anderem die Maskenpflicht und die Distanzregeln als überzogen. Die Protestaktion stand unter dem Motto "Mahnwache für das Grundgesetz". Redner sagten, dass es durch nicht durchgeführte Operationen mehr Tote als durch das Virus gegeben habe. Darüber hinaus wurde gefordert, dass Impfungen freiwillig sein müssten. Mehrfach wurde das Recht auf Widerstand betont.

Polizei verteidigt Wasserwerfer-Einsatz

Am Rande der Demonstration setzte die Polizei nach eigenen Angaben auch einen Wasserwerfer ein, um einen nicht genehmigten Gegenprotest aufzulösen. Dieser Einsatz sei zum Schutz vor Infektionen und zur Wahrung der Sicherheitsabstände verhältnismäßiger gewesen als körperlicher Zwang, teilte die Polizei auf Twitter mit. An der nicht genehmigten Demonstration beteiligten sich demnach etwa 120 Personen, die sich trotz Aufforderung nicht entfernt hätten. Da es sich somit um eine Straftat handelte, sei ein Wasserwerfer eingesetzt worden, der von oben einen sogenannten Wasserregen niedergehen ließ, hieß es. Für zwei Gegendemos lag eine Genehmigung vor, so etwa für die der "Omas gegen Rechts". Nach Ansicht der Gegendemonstranten handelte es sich bei den Teilnehmenden der "Mahnwache für das Grundgesetz" um Impfgegner, Verschwörungstheoretiker und Rechte.

Hunderte demonstrieren gegen Corona-Auflagen

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

In der Hamburger Innenstadt haben laut Polizei etwa 750 Menschen gegen die Corona-Regeln protestiert. Beamte mussten Teilnehmende ansprechen, die keinen Mund-Nasen-Schutz trugen.

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Demonstration nur unter Auflagen erlaubt

Die Ludwig-Erhard-Straße war am Sonnabend wegen der "Mahnwache für das Grundgesetz" zwischen Michel und Rödingsmarkt komplett gesperrt worden. Zunächst hatte die Polizei keine Genehmigung für die Protestaktion erteilt. Das Verwaltungsgericht hatte jedoch am Freitagabend entschieden, dass die Kundgebung stattfinden darf, allerdings nur mit maximal 750 statt der ursprünglich vorgesehenen 4.000 Teilnehmenden. Die Veranstalter waren außerdem verpflichtet worden, deutlich mehr Ordnungskräfte bereitzustellen. Alle Teilnehmenden mussten zudem einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.05.2020 | 12:00 Uhr

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