Stand: 18.04.2019 11:35 Uhr

Haftbefehl gegen mutmaßlichen Terrorhelfer

Nach seiner Festnahme am Mittwoch in Hamburg kommt ein mutmaßlicher Terrorhelfer in Untersuchungshaft. Das hat der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe angeordnet, wie der Generalbundesanwalt am Donnerstag mitteilte. Schwerbewaffnete SEK-Beamte hatten am Mittwochmorgen die Wohnung des 28-Jährigen in der Lyserstraße im Stadtteil Bahrenfeld gestürmt. Dem 28-Jährigen wird vorgeworfen, sich in Syrien der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen zu haben. Nach seiner Rückkehr soll er versucht haben, neue Mitglieder für die Terror-Organisation anzuwerben.

Ausbildung in Syrien

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Polizeibeamte nehmen Volkan L. in Bahrenfeld fest.

Nach Angaben des Generalbundesanwalts soll Volkan L. im November 2013 nach Syrien gereist sein, um sich dort dem IS anzuschließen. Dort soll er unter anderem eine miltärische Ausbildung absolviert haben, bevor er ein halbes Jahr später zurückkehrte. In Deutschland soll er dann versucht haben, neue IS-Mitglieder anzuwerben.

Vorwurf: Bindeglied zum IS

Mindestens eine Person soll der Beschuldigte im Sommer 2014 aus Deutschland nach Syrien geschleust haben. Die Person wurde offenbar von einem IS-Mitglied in Syrien in Empfang genommen. Volkan L. soll dabei als Bindeglied fungiert haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.04.2019 | 10:00 Uhr

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