Stand: 18.02.2019 13:17 Uhr

Hafen-Bilanz: Rückläufig, aber "respektabel"

Der Hamburger Hafen hat am Montag Bilanz für das vergangene Jahr gezogen: Sowohl die Zahl der Container als auch der Gesamtumschlag sind 2018 gesunken. Im Mittelpunkt der Bilanz standen der Seegüterumschlag sowie die aktuellen Herausforderungen für die Hafenwirtschaft.

Respektabel nennt die Marketing-Organisation des Hafens das Ergebnis für das vergangene Jahr: Der gesamte Güterumschlag des größten deutschen Hafens verringerte sich um ein Prozent auf 135 Millionen Tonnen, teilte die Marketing-Gesellschaft mit. Ebenso um ein Prozent rückläufig war der wichtige Containerumschlag, auf 8,7 Millionen Standardcontainer (TEU). Das sei allerdings allein auf den geringeren Umschlag von Leercontainern zurückzuführen; bei beladenen Containern blieb der Umschlag unverändert.

Konkurrenz legt zu

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Der Containerumschlag nahm um ein Prozent auf 8,7 Millionen Standardcontainer ab.

Ein weiterer Grund: Die Zahl der Container, die zwischen Hamburg und China transportiert wurden, ist gesunken. China ist mit Abstand der wichtigste Handelspartner, jeder dritte Container in Hamburg kommt aus dem Land oder wird dorthin verschifft. Während Hamburg verliert, legen die Konkurrenten zu. Der Hamburger Hafenumschlag stagniert seit Jahren und der einstmals zweitgrößte Hafen Europas ist schon lange auf Rang drei zurückgefallen. Der Abstand zu Rotterdam (14,5 Millionen TEU) und Antwerpen (11,1 Millionen TEU) wird von Jahr zu Jahr größer.

Hoffnungsträger Elbvertiefung

Trotzdem gibt Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) die Parole aus: Hamburg greift jetzt wieder an: "Wir sind jetzt, mit Beginn der Fahrrinnenanpassung wieder dabei, Fahrt aufzunehmen". Zum Jahresbeginn hat der Hamburger Hafen vier Liniendienste nach Nordamerika von Bremerhaven abgeworben. Unsicherheiten für das laufende Jahr blieben aber, sagt Westhagemann. Unter dem Strich rechnet der Hamburger Hafen trotzdem mit einem Plus von drei bis vier Prozent.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.02.2019 | 13:00 Uhr

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