Stand: 14.11.2018 13:52 Uhr

Häfen sehen sich vor großem digitalen Sprung

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Logistisch seien die deutschen Häfen "die besten in der Welt", sagte Hafenverbands-Präsident Frank Dreeke (Archivfoto).

Die deutschen Häfen stehen vor einem technischen Schub nach vorn: In Häfen wie Hamburg, Bremen oder Lübeck kämen bald autonome Fahrzeuge und Kräne zum Einsatz, erklärte der Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe am Mittwoch in Hamburg.

"Wir sind Logistik-Weltmeister"

Zwischen Emden und Ueckermünde investierten Deutschlands Häfen jährlich Hunderte Millionen Euro, um technisch spitze zu bleiben. Hafenverbands-Präsident Frank Dreeke präsentierte sich selbstbewusst: "Wir sind Logistik-Weltmeister. Und das wird man nicht, wenn alles schlecht ist. Wir sind die Besten in der Welt."

Wann genau autonome Fahrzeuge, Kräne und Umschlaganlagen auf den deutschen Terminals eingeführt werden, lasse sich noch nicht genau sagen. Die Entwicklung gehe aber zügig voran. Man werde mit den Betriebsräten verhandeln. Noch sind 13.000 Hafenarbeiter beschäftigt, 5.700 davon in Hamburg und 4.500 in den Bremischen Häfen.

Umschlag weitgehend stabil

Der Deutsche Hafenumschlag stagniert derzeit bei 300 Millionen Tonnen. In diesem und im nächsten Jahr seien 1,5 Prozent Wachstum möglich. Sorgen macht Dreeke das europäische Wasserrecht: "Die EU-Wasserrahmenrichtlinie hat die Fahrrinnenanpassung der Elbe maßgeblich verzögert. Sie muss dem technischen Fortschritt angepasst werden."

Im kommenden Jahr gebe es die einmalige Chance, die Richtlinie nach 19 Jahren zu überarbeiten. Der Appell der Häfen laute: "Macht die Vertiefung von Elbe, Weser und Ems wieder möglich, sonst sitzen wir wirtschaftlich auf dem Trockenen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.11.2018 | 13:00 Uhr

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