Stand: 19.06.2018 15:40 Uhr

HSH Nordbank: Senat beantragt Milliarden-Kredit

Der Senat hat am Dienstag wie angekündigt eine Kreditermächtigung über 2,95 Milliarden Euro beantragt, um seine Garantieverpflichtungen gegenüber der HSH Nordbank abzulösen. Die Bürgerschaft soll Ende Juni über den Antrag abstimmen, wie die Finanzbehörde am Dienstag mitteilte.

Die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg hatten 2009 eine Garantie über zehn Milliarden Euro für Verluste aus den Altgeschäften der HSH Nordbank übernommen. Sie wird mit dem Verkauf der Bank in diesem Jahr in voller Höhe wirksam. 4,1 Milliarden Euro sind bereits abgewickelt, weitere 5,9 Milliarden Euro entsprechend noch offen. Davon trägt jedes der beiden Länder die Hälfte.

Hamburgs Schuldenstand steigt auf 25 Milliarden Euro

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) hatte entschieden, den neuen Kredit über den Hamburger Kernhaushalt abzuwickeln und nicht wie bisher über die ländereigene Anstalt hsh Finanzfonds. Weil die Länder von den Banken günstigere Konditionen erhalten als ihre öffentlichen Tochtergesellschaften, muss Hamburg über eine Laufzeit von zehn Jahren rund 45 Millionen Euro weniger Zinsen bezahlen. Durch den Kredit steigt der Schuldenstand Hamburgs von 22,38 Milliarden Euro am Ende des vergangenen Jahres auf ungefähr 25 Milliarden Euro Ende 2018.

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Bürgerschaft sagt Ja zum HSH-Nordbank-Verkauf

Nur die Linke votierte dagegen: Die Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft haben dem Verkauf der HSH Nordbank an US-Investoren zugestimmt. Doch weitere Hürden kommen noch. (13.06.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.06.2018 | 15:00 Uhr

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