Stand: 25.10.2018 06:00 Uhr

HPA will Köhlbrandbrücke durch Tunnel ersetzen

Als Ersatz für die alternde Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen wird ein Tunnel immer wahrscheinlicher: Die Hafenverwaltung HPA spricht sich nach Informationen von NDR 90,3 nach monatelanger Untersuchung dafür aus, als Ersatz keine neue Brücke, sondern ein unterirdisches Bauwerk zu errichten. Über das Ergebnis der Prüfung wird heute der Aufsichtsrat der HPA informiert. Einen formellen Beschluss für den Abriss der alten Brücke und den Bau des favorisierten Tunnels soll es allerdings nicht geben. Die endgültige Entscheidung liegt beim Senat.

Die Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen Die Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen soll einmal abgerissen werden

Teurer aber langlebiger

Der Bau eines Tunnels ist zwar zunächst mehrere Hundert Millionen Euro teurer als eine neue, höhere Köhlbrandbrücke. Allerdings rechnen die Ingenieure damit, dass ein Tunnel weit länger als hundert Jahre genutzt werden könne - eine Brücke hingegen deutlich kürzer. Für den Tunnel spricht nach Ansicht der Ingenieure auch, dass es damit weniger Auswirkungen auf die Umwelt und künftig auch kein Höhenproblem mehr für Schiffe gebe. Schon heute können besonders große Frachter die Brücke nicht mehr passieren - und in den kommenden Jahren sollen zunehmend höhere Schiffe in den Hamburger Hafen einfahren.

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Hamburg Journal

Hamburg damals: Köhlbrandbrücke

14.09.2014 19:30 Uhr
Hamburg Journal

Ihre Eröffnung am 20. September 1974 war ein riesiges Spektakel. Bundespräsident Walter Scheel reiste aus Bonn an, um die neue Querung einzuweihen. Video (04:10 min)

Spätestens Mitte der 2030er-Jahre muss der Ersatz für die 1974 eingeweihte Köhlbrandbrücke fertig sein, weil dann die Instandhaltung des alten Bauwerks kaum noch bezahlbar sein wird. Hamburg hofft darauf, dass sich der Bund an den Kosten für die neue Köhlbrandquerung beteiligt - egal ob Brücke oder Tunnel.

Zwei Stockwerke, eine für Fahrräder und Container

Für den neuen Tunnel ist bislang folgendes geplant: Die beiden Röhren sollen zwei Stockwerke haben, je zwei Fahrspuren für Lastwagen und Pkw. Dazu kommt eine Notspur, falls Wartungsarbeiten anstehen. Im unteren Teil des Tunnels soll es Platz etwa für einen Fahrradweg geben, für den sich vor allem die Grünen starkmachen. Später könnten dort auch selbstfahrende Containertaxis unterwegs sein.

Die Köhlbrandbrücke: Verkehrsader und Wahrzeichen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.10.2018 | 06:00 Uhr

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