Stand: 08.07.2020 20:21 Uhr

HPA testet Drohnen-Einsätze im Hafen

Sie sollen den Hamburger Hafen aus der Luft effektiver überwachen können: Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) hat am Mittwoch neue Drohnen vorgestellt, die im Katastrophenschutz, bei der Bauwerküberwachung oder für die Kontrolle von schwer erreichbaren Anlagen eingesetzt werden sollen.

Bei einem Feuer schnelle Beurteilung

Mehrere Drohnen stehen vor einer Wiese auf Asphalt. © NDR Foto: Karsten Sekund
Fünf Drohnen sind aktuell im Einsatz, die Kleinen haben Schuhkartongröße, andere sind bis zu ein mal ein Meter groß.

"Zum Beispiel bei einem Feuer ist eine Drohne viel schneller vor Ort und kann der Feuerwehr die Lage-Beurteilung schnell übermitteln", sagte HPA-Geschäftsführer Jens Meier. Auch bei der Einschätzung von Schäden an der Infrastruktur könnten die Drohnen helfen. "Das ist einfach wieder ein Schritt in die richtige Richtung, um am Ende die Bewegungsfähigkeit auch des Hamburger Hafens zu erhöhen", so Meier.

Die fünf neuen Drohnen sollen miteinander vernetzt sein und werden aus einem Kontrollzentrum, dem Drohnen-Leitstand, gelenkt. Die Steuerung arbeitet mit dem Mobilfunkstandard LTE. Die Drohnen können bis zu 120 Kilometer in der Stunde schnell fliegen. Sie sollen sich selbstständig gegenseitig ablösen, die Überwachung und Aufklärung so lückenlos ermöglichen, Stichwort Schwarmintelligenz. Das Projekt kostet 1,55 Millionen Euro, davon würden 1,1 Millionen vom Bund übernommen, so die HPA.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.07.2020 | 11:20 Uhr

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