Stand: 29.08.2018 06:00 Uhr

HPA rutscht tiefer in die roten Zahlen

Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) ist im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht. In der Bilanz klaffte unter dem Strich ein Verlust von knapp 74 Millionen Euro, wie NDR 90,3 am Mittwoch berichtete.

Verlust verdreifacht

"Wir machen Hafen" - so lautet das Motto der stadteigenen Hafenverwaltung. Und das kostet im Ergebnis immer mehr Steuergeld. 2016 musste die HPA bereits einen Bilanzverlust von 23 Millionen Euro ausweisen. Für das vergangene Jahr hat sich das Minus mehr als verdreifacht. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor.

Hohe Kosten durch Schlickbeseitigung

Der Verlust habe sich bereits im Laufe des Jahres abgezeichnet, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde NDR 90,3. Erheblichen Einfluss auf die Bilanz der HPA hätten die Kosten für die Schlickbaggerung. 2017 hat Hamburg allein dafür rund 100 Millionen Euro ausgegeben.

FDP sieht "krasses Missmanagement"

FDP-Fraktionschef Michael Kruse sieht in dem gestiegenen Verlust ein krasses Missmanagement. Kruse: "Das ist insbesondere deshalb nicht zu erklären, weil die Investitionen in den Hamburger Hafen seit Jahren rückläufig sind. Und deshalb fordern wir den Hamburger Senat auf, die HPA besser aufzustellen." Er forderte eine Reform die mehr Transparenz bringt und die Verwaltung zukunftsfähig macht.

Für das laufende Jahr strebt die HPA ein ausgeglichenes Ergebnis an, so die Wirtschaftsbehörde. Das sei auch das Ziel für die kommenden Jahre.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.08.2018 | 06:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:20
Hamburg Journal
02:18
Hamburg Journal
01:57
Hamburg Journal