Stand: 26.01.2020 15:49 Uhr

Großputz bei Wachsfiguren im Panoptikum

Maskenbildnerin Henritte Masmeier ordnet die Haare der Puppe des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, nachdem diese zuvor gewaschen wurden. © picture alliance/Markus Scholz Foto: Markus Scholz
Frische Frisur für Donald Trump: Die Figur des US-Präsidenten wird im Panoptikum ebenso aufgehübscht wie rund 120 andere.

Die mehr als 120 Figuren im Hamburger Wachsfigurenkabinett auf der Reeperbahn haben am Sonntag ihre alljährliche Schönheitskur bekommen. "Wir nehmen uns jede Figur einzeln vor. Jede wird einmal abgesaugt, es wird mit Mottenpapier gearbeitet, die Schuhe werden poliert und die aus der Reinigung geholten Hemden werden wieder angezogen", sagte Mitgeschäftsführerin Susanne Faerber.

Auch Haare werden wieder schön

Die Figuren bekommen auch die Haare wieder schön gemacht. So bringt eine Haarstylistin die frisch gewaschenen Perücken wieder an den lebensgroßen Puppen an und gibt ihnen auch mit Lockenwicklern und viel Haarspray wieder Form. Bildhauer bessern zudem mit Farbe erste Abnutzungserscheinungen an den Figuren aus.

Otto Lilienthal darf wieder fliegen

Am aufwendigsten ist das Großreinemachen bei Otto Lilienthal, sagte Faerber. Der Flugpionier hängt in seinem Flugzeug unter der Decke des viergeschossigen Museums mit seinen 700 Quadratmetern. "Einmal im Jahr wird er samt seines Fliegers heruntergelassen. Er darf also einmal im Jahr wirklich fliegen."

Panoptikum gibt es seit 1879

Das Hamburger Panoptikum ist eines von zwei Wachsfigurenkabinetten in Deutschland. Das andere steht in Berlin. In der Hansestadt gibt es das Museum bereits seit 1879. Im Zweiten Weltkrieg waren die meisten der damals noch etwa 300 Wachsfiguren fast komplett zerstört worden.

Wiedereröffnung mit Wachs-Greta

Maskenbildnerin Henriette Masmeier nagelt der Puppe der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Perücke auf den Wachskopf, nachdem diese gewaschen wurde. © picture alliance/Markus Scholz Foto: Markus Scholz
Auch bei der Figur von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird Hand angelegt.

Pro Jahr zählt das Museum eigenen Angaben zufolge etwa 200.000 Besucher. Nach dem Winterputz öffnet das Panoptikum am 30. Januar wieder seine Türen für die Besucher - mit einer Premiere: Dann wird in Hamburg auch die nach Angaben der Veranstalter weltweit erste Wachsfigur von Klimaaktivistin Greta Thunberg zu sehen sein.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 26.01.2020 | 19:30 Uhr

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