Stand: 06.11.2019 10:45 Uhr  - NDR 90,3

Große Razzia gegen Einbrecherbanden

Die Hamburger Polizei hat am Dienstagabend eine Groß-Razzia gegen osteuropäische Einbrecherbanden durchgeführt. Rund 300 Einsatzkräfte durchsuchten Gaststätten in vier Stadtteilen. Dabei wurden insgesamt 72 Personen überprüft. 15 von ihnen wurden wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts vorläufig festgenommen und einem Haftrichter zugeführt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Darüber hinaus seien drei Haftbefehle wegen illegalen Aufenthalts und Diebstahls vollstreckt worden.

Einsätze in Billstedt, Wandsbek, Harburg und Altona

Die Polizei durchsucht ein Lokal in Hamburg-Billstedt. © NDR Foto: Ingmar Schmidt
Polizeibeamte durchsuchen ein Lokal in Hamburg-Billstedt.

Mitglieder der Bereitschaftspolizei stürmten eine Sportsbar in der Billstedter Hauptstraße und umstellten alle Tische. Zeitgleich wurden drei weitere Lokale in Altona, Wandsbek und Harburg abgeriegelt. Die Gaststätten stehen im Verdacht, Rückzugsorte für Einbrecher zu sein. Alle Anwesenden mussten sich ausweisen und wurden genau kontrolliert, wie Polizeisprecherin Evi Theodoridou sagte. "Die Beamten überprüfen, ob sie schon auffällig geworden sind und ob es Zusammenhänge zu Einbruchstaten geben könnte."

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ausländerbehörde und der Soko "Castle" waren an dem Einsatz beteiligt. Speziell geschulte Dokumentenprüferinnen und -prüfer kontrollierten, ob gefälschte Ausweispapiere vorgelegt wurden. Anlass der Razzia waren leicht steigende Einbruchszahlen mit Beginn der dunklen Jahreszeit. Es war nach Polizeiangaben die bislang größte Aktion dieser Art gegen Einbrecher in diesem Jahr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.11.2019 | 06:00 Uhr

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