Stand: 10.03.2018 09:02 Uhr

Grippewelle in Hamburg ebbt noch nicht ab

Bild vergrößern
Die Grippeviren sind nicht ganz so aggressiv wie im vergangenen Jahr.

Die derzeit grassierende Grippewelle stellt die Hamburger Krankenhäuser immer noch vor große Probleme. Nach Angaben des Klinik-Betreibers Asklepios sind besonders die beiden Kliniken in Altona und Nord betroffen. Immer noch kämen viele Menschen mit dem Verdacht auf eine Grippeinfektion in die Notaufnahmen, die Krankenstationen seien an ihren Kapazitätsgrenzen.

Extra-Station für Grippepatienten

In der Asklepios Klinik Altona gibt es seit zwei Wochen sogar eine eigene Station nur für Grippepatienten. Rund sieben Prozent aller Betroffenen sind so schwer erkrankt, dass sie auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. Zusätzlich erschwert wird die Lage dadurch, dass auch Ärzte und Pflegekräfte erkrankt sind. Nach Einschätzung von Asklepios hat die Grippewelle ihren Höhepunkt in Hamburg noch nicht erreicht.

Anders sieht die Bewertung des Robert-Koch-Instituts für ganz Deutschland aus. Nach Angaben des zuständigen Instituts könnte diese Grippe-Saison zwar die schwerste seit zehn Jahren werden - zumindest, was die Verbreitung angeht. Aber das Institut geht davon aus, dass sich die Lage inzwischen leicht entspannt hat.

Viele Fälle verlaufen eher glimpflich

Unklar ist noch, wie schwer der Verlauf der Grippeerkrankungen ist. Daten der Hamburger Gesundheitsbehörde aus der vergangenen Woche deuten darauf hin, dass es zwar deutlich mehr Grippefälle als im vergangenen Jahr gibt, die Erkrankung in den meisten Fällen aber eher glimpflich verläuft.

Grippe: Ansteckungsgefahr und Schutz

Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion etwa beim Niesen, Husten oder Sprechen übertragen. Zudem kann man sich durch Händeschütteln oder über kontaminierte Gegenstände anstecken. An Türklinken, Telefonhörern oder Computer-Tastaturen können sie mehrere Stunden überleben. An Geldstücken haften sie bis zu 17 Tage. Bis zu 15 Stunden nach einer Berührung lassen sich noch Keime auf der Haut nachweisen. Beim Reiben von Nase oder Augen werden sie dann von der Hautoberfläche auf die Schleimhäute ihres nächsten Wirtes übertragen.

Als sicherster Schutz vor der Übertragung der Keime gilt daher häufiges Händewaschen. Es reduziert das Ansteckungsrisiko um 50 Prozent. Ansteckungsgefahr besteht vor allem dort, wo sich viele Menschen aufhalten, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, Arbeitsstätten, Schulen oder Kaufhäusern.

Weitere Informationen

Grippewelle im Norden ebbt nicht ab

Bundesweit hat die Grippewelle ihren Höhepunkt bereits überschritten. Nur in Norddeutschland registrierten die Ärzte bis zuletzt einen Anstieg von Influenzafällen. (11.03.2018) mehr

Grippewelle: Erste Todesfälle in Hamburg

Vier ältere Patienten sind bislang in diesem Jahr in Hamburg an einer Grippeinfektion gestorben. Das teilte die Gesundheitsbehörde mit. Fast 5.000 Infektionen wurden gemeldet. (01.03.2018) mehr

05:03
Visite

Schädigen Grippe-Viren das Gehirn?

06.03.2018 20:15 Uhr
Visite

Bei der Grippewelle im Norden kommt es auch zu schweren Verläufen. Laut einer aktuellen Studie könnten Influenza-Viren das Gehirn angreifen. Video (05:03 min)

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.03.2018 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:01
Hamburg Journal

Senat stellt Pläne für Science City vor

22.01.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:18
Hamburg Journal

Kriminalstatistik: Weniger Einbrüche registriert

22.01.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:26
Hamburg Journal

Musical "Sherlock Holmes" feiert Premiere

22.01.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal