Stand: 30.07.2020 13:26 Uhr

Greenpeace startet von Hamburg aus zu Nordsee-Aktion

Die Greenpeace-Schiffe "Esperanza" (hinten) und "Rainbow Warrior" liegen im Hamburger Hafen an den Landungsbrücken. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Die Greenpeace-Schiffe "Esperanza" (hinten) und "Rainbow Warrior" liegen im Hamburger Hafen.

Von Hamburg aus startet die Umweltschutzorganisation Greenpeace zu einer mehrwöchgigen Aktion in der Nordsee. Damit will Greenpeace unter anderem gegen die mögliche Entsorgung von Bohrinseln am Meeresgrund protestieren.

Rund 11.000 Tonnen Öl stecken noch in den Betonsockeln von drei Bohrplattformen, die der Shell-Konzern in der Nordsee dauerhaft am Meeresgrund lassen will. Einen entsprechenden Antrag hat das Unternehmen bei den britischen Behörden gestellt. Deutschland und andere Nordseeanrainer sind strikt dagegen und sehen wie Greenpeace darin einen Verstoß gegen das Plattform-Versenkungsverbot. Das war vor mehr als zwei Jahrzehnten erlassen worden, nachdem Greenpeace die Versenkung der Plattform Brent Spar verhindert hatte.

Greenpeace fordert Ende der Ölförderung in der Nordsee

Auch jetzt sei die Nordsee eine riesige Industrielandschaft, beklagte Greenpeace-Ölexperte Christian Bussau. Allein durch die reguläre Förderung gelangten jedes Jahr mehr als 9.000 Tonnen Öl in die Nordsee, dazu etwa 180.000 Tonnen Chemikalien. Die Umweltschützer fordern, dass die Öl- und Gasförderung in der Nordsee in einigen Jahren eingestellt wird.

In den kommenden Wochen sollen Wissenschaftler an Bord der beiden Greenpeace-Schiffe "Rainbow Warrior" und "Esperanza" Wasserproben sammeln. Außerdem wollen die Umweltschützer auf Hoher See gegen die geplante Entsorgung der drei balasteten Plattformen mobil machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.07.2020 | 13:00 Uhr

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