Stand: 28.08.2018 13:12 Uhr

Greenpeace: Hamburg tut zu wenig für Radfahrer

Die sechs größten deutschen Städte investieren im europaweiten Vergleich zu wenig Geld in die Sicherheit von Radfahrern: Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Umweltverbands Greenpeace. Hamburg gibt demnach im Schnitt 2,90 Euro im Jahr pro Kopf für den Radverkehr aus.

Hamburg nur auf Platz vier

Mehr als fünf Euro seien es auch in den anderen deutschen Städten nicht, so Greenpeace. Am wenigsten sind es demnach in München (2,30 Euro) und Köln (2,80 Euro). Vor Hamburg landen bei den Ausgaben Frankfurt (4,30 Euro), Berlin (4,70 Euro) und Stuttgart (5 Euro).

Zum Vergleich führt Greenpeace die Zahlen anderer europäischer Großstädte auf. In Amsterdam würden demnach 11 Euro investiert, in Kopenhagen sogar 35,60 Euro. Dort werde auch deutlich mehr Rad gefahren - gleichzeitig verunglückten Radfahrende etwa zehnmal seltener, so die Umweltschützer.

Verkehrsbehörde widerspricht

Die Hamburger Verkehrsbehörde widersprach den Greenpeace-Zahlen. Die Investitionssumme für 2017 entspreche in der Hansestadt einem Durchschnittswert von 6,29 Euro pro Einwohner, erklärte eine Behördensprecherin. Hinzu kämen weitere Mittel, etwa für Bike+Ride-Einrichtungen, das StadtRAD-System sowie für die Unterhaltung von Radwegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.08.2018 | 08:00 Uhr

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