Das Containerschiff "Hamburg-Express" der Reederei Hapag-Lloyd wird an einem Terminal abgefertigt. © picture alliance / dpa Foto: Hapag-Lloyd

Gewerkschaft ver.di erhebt Vorwürfe gegen Hapag-Lloyd

Stand: 11.08.2021 08:41 Uhr

Die Hamburger Container-Reederei Hapag-Lloyd verdient derzeit so viel Geld wie seit Jahren nicht. Die Gewerkschaft ver.di erhebt nun allerdings den Vorwurf, das Unternehmen wolle Stellen streichen.

Gerade erst hat Hapag-Lloyd seine Gewinnprognose deutlich angehoben, auf mehr als zwei Milliarden Euro. Und nun ein Stellenabbau auf Raten - so zumindest nennt ver.di die Pläne der Reederei, Aufgaben innerhalb des Konzerns neu zu verteilen. Denn derzeit verhandelt der Betriebsrat mit der Unternehmensführung über einen Sozialplan.

Ver.di wirft Hapag-Lloyd unter anderem vor, Unternehmensteile auszulagern, etwa nach Polen. Die Gewerkschaft sieht dabei auch die Stadt in der Pflicht - denn Hamburg hält Anteile an der Reederei im Wert von fast fünf Milliarden Euro.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

Ein Widerspruch kommt aus der Reedereizentrale. Die Vorwürfe würden nicht den Tatsachen entsprechen, so ein Sprecher auf Anfrage von NDR 90,3. Die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland wird in den kommenden Jahren eher steigen, meint er. Und: Betriebsrat und Reederei haben sich danach bereits darauf geeinigt, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt. Und dass niemand seinen Arbeitsplatz wechseln muss, wenn er oder sie nicht will.

Lohnendes Container-Geschäft

Hapag-Lloyd beschäftigt in Hamburg rund 1.600 Menschen. Die Reederei war schon mit einem kräftigen Plus ins Jahr gestartet. Denn die Preise für den Containertransport sind kräftig gestiegen und die Treibstoffkosten dagegen stark gesunken.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.08.2021 | 09:00 Uhr

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