Stand: 17.08.2017 06:51 Uhr

Gepäck-Chaos: Flughafen-Chef entschuldigt sich

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Hamburgs Flughafen-Chef Eggenschwiler will die Gepäckabfertigung verbessern. (Archivfoto)

Der Chef des Hamburg Airport, Michael Eggenschwiler, hat sich für das Gepäck-Chaos am ersten August-Wochenende entschuldigt. Im Gespräch mit NDR 90,3 kündigte er Konsequenzen an. Mehrere Hundert Passagiere hatten Stunden auf ihre Koffer warten müssen, einige kamen erst einige Tage später an ihr Gepäck.

"Schwarzer Tag für den Airport"

Zu viele Verschiebungen im Flugplan, zu viele Mitarbeiter der Gepäckabfertigung, die sich kurzfristig krank gemeldet hatten: Der 5. August sei ein schwarzer Tag für den Airport gewesen, sagte Eggenschwiler im Gespräch mit NDR 90,3. "Das ist nicht unser Anspruch. Wir entschuldigen uns bei denen, die es betroffen hat."

Dutzende Stellen nicht besetzt

Mehrere Dutzend Stellen seien derzeit nicht besetzt, so der Airport-Chef. Von mehr als 800 ernsthaften Bewerbern in diesem Jahr seien nach wenigen Wochen nur noch 40 übrig geblieben. "Was dazu kommt, ist, dass wir in diesem Jahr auch deutlich mehr Verkehr als geplant haben", ergänzte Eggenschwiler. So schnell könne man nicht reagieren. Außerdem würden die Menschen mehr reisen: Um rund zehn Prozent sei die Zahl der Passagiere im ersten Halbjahr gestiegen.

Gepäckabfertigung soll beschleunigt werden

Eggenschwiler will jetzt auch mit den Airlines über die immer knapperen Umsteigezeiten sprechen. Manche Maschinen seien nur noch eine knappe halbe Stunde am Boden. "Ich glaube, auf einigen Flügen ist man am unteren Ende", so der Flughafenchef. Und auch die Computertechnik soll jetzt ausgebaut werden, um die Gepäckabfertigung zu beschleunigen.

Höhere Löhne für das Personal seien nicht geplant. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di zahlt der Hamburger Flughafen seinen Gepäckabfertigern bundesweit am wenigsten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.08.2017 | 06:00 Uhr

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