Stand: 30.06.2017 10:25 Uhr

G20-Gipfel: Das steht am Freitag an

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die G20 beginnen mit den Gesprächen in den Hamburger Messehallen
  • Die Staatschefs besuchen ein Konzert in der Elbphilharmonie
  • In der Innenstadt und im Hafen sind Demos und Aktionen geplant
  • Verkehrsbehinderungen wegen Konvoi-Fahrten und Sperrungen erwartet

Gipfelgespräche starten

Am Morgen fahren die Staats- und Regierungschefs der G20 an den Hamburger Messehallen vor. Gegen Mittag wird das traditionelle "Familienfoto" aller Teilnehmer aufgenommen und anschließend begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Gastgeberin die Delegierten. Bis zum späten Nachmittag findet die erste Sitzung statt, abends besuchen die Konferenzteilnehmer ein Konzert in der Elbphilharmonie und anschließend gibt es ein Abendessen - ebenfalls in der Elbphilharmonie.

U- und S-Bahnen fahren

Im Hamburger Innenstadtbereich wird es den ganzen Tag über immer wieder Verkehrsbehinderungen geben, weil die Delegierten in Konvois durch die Stadt fahren und Straßen gesperrt werden. Das Auto sollte man daher besser stehenlassen. Die U- und S-Bahnen fahren, allerdings werden die Zugänge Karolinenstraße und Hamburg-Messe des U-Bahnhofs Messehallen geschlossen sein. Gleiches gilt für den U-/S-Bahnhof Sternschanze, hier wird der Zugang Hamburg Messe, Eingang West gesperrt. Außerdem wird die Buslinie 35 nicht durch die Karolinenstraße und nicht durch die St. Petersburger Straße fahren. Die Buslinien 6 und 111 fallen aus und die Hafenfähre 72 fährt den Anleger Elbphilharmonie nicht an.

Sicherheitszonen an den Messehallen und in der Hafencity

In den Sicherheitszonen an den Messehallen dürfen keine Autos und Fahrräder abgestellt werden und nur Anwohner, deren Besucher und ortsansässige Gewerbetreibende dürfen rein. Auch für Lieferdienste, Pflegedienste oder Postzusteller ist es möglich, in die Zonen zu kommen. Ein Zugang ist nur über die in der Karte ausgewiesenen Kontrollstellen möglich und Erwachsene brauchen einen Ausweis, Kinder nicht. Der Unterricht findet auch in den Schulen innerhalb der Sicherheitszone statt. Sollte eine konkrete Gefahr bestehen, dürfen die Eltern ihre Kinder aber vom Unterricht abmelden.

Ab 6 Uhr gibt es rund um die Elbphilharmonie Sicherheitszonen in der Hafencity. Die Sicherheitszone 2 (gelbe Markierung) gilt bis in die Nacht in den Bereichen Niederbaumbrücke/Kehrwiederspitze, Sandtorhafen, Großer Grasbrook und Grasbrookhafen. Hier dürfen nur Anwohner und ihre Besucher, Gewerbetreibende und Liefer- und Pflegedienste rein - allerdings nur nach Ausweiskontrolle durch die Polizei. Kinder benötigen keinen Ausweis.

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Viele Demos und eine Radtour

Um 7 Uhr sind unter dem Motto "Gegen die Logistik des Kapitals" mehrere Aufzüge im Hafenbereich geplant, die am S-Bahnhof Veddel enden sollen. Ab 9.30 Uhr zieht die von der DGB Jugend organisierte Demonstration zum Bildungsstreik vom Deichtorplatz bis Millerntorplatz und von 16 Uhr bis 23 Uhr findet die Demo "One World - One Vibe" auf dem Spielbudenplatz statt. Außerdem ruft der Block G20 zur Aktion "Colour the red zone" auf. Die Organisatoren schreiben: "Wir werden die Regeln überschreiten und die rote Zone dicht machen ... Wir suchen die politische Auseinandersetzung, aber nicht den körperlichen Angriff." Die rote Zone ist die Hochsicherheitszicherheitszone rund um die Tagungsorte. Die Macher kündigen an, in kleinen Gruppen Absperrungen durchbrechen zu wollen. Es soll Straßenfeste und Blockaden geben.

Um 18 Uhr lädt Hamburg Pride zum "Gipfel für globale Menschenrechte von LGBT" auf dem Gerhard-Hauptmann-Platz ein. Außerdem rufen Jugendliche zu zivilem Ungehorsam auf, genauere Informationen zur Art des Protests sind noch nicht bekannt.

Um 19 Uhr startet auf der Moorweide die Fahrradtour "Colorful Mass". So will noG20 nicht nur die Fahrzeuge der Polizei und der Gipfelteilnehmer behindern, sondern auch gegen die hohen Werte von Schadstoffen in Hamburgs Luft protestieren.

Um 20 Uhr startet der Protestmarsch "G20 entern - Kapitalismus versenken" auf der Reeperbahn. Aufgerufen haben Aktivisten aus der linksradikalen Szene. "Wir kommen aus verschiedenen Arbeitsfeldern und einem breiten politischen Spektrum der radikalen Linken und wollen den G20 Gipfel in Hamburg entern", schreiben die Verantwortlichen auf ihrer Website. Sie sind ebenfalls Initiatoren der "G20 - Welcome to Hell"-Demo am 6. Juli in Hamburg. Neben den Demonstrationszügen rufen sie im Internet zu Blockaden während des G20-Gipfels am Tagungsort und am Hafen auf.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.06.2017 | 06:00 Uhr

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