Stand: 14.04.2019 10:54 Uhr

G20-Gipfel: 19 weitere Verdächtige identifiziert

Auch die fünfte Öffentlichkeitsfahndung nach Gewalttätern am Rande des G20-Gipfels im Juli 2017 in Hamburg läuft nach Einschätzung der Polizei sehr erfolgreich. Innerhalb eines Monats seien von den 66 gesuchten Verdächtigen 19 Personen identifiziert worden, also mehr als ein Viertel. "Wir haben nach wie vor eine hohe Aufmerksamkeit und Interesse an dem Thema", sagte Polizeisprecher Ulf Wundrack.

Auch die vier vorhergehenden Sammelfahndungen hätten zur Identifizierung vieler Verdächtiger geführt. "Es ist ein Erfolgsrezept, mit Öffentlichkeitsfahndungen zu arbeiten, nicht nur im Zusammenhang mit G20", sagte der Sprecher. Ein Erfolgsfaktor sei auch die hohe Qualität der veröffentlichten Fotos. Die Hinweise kämen von Nachbarn, Arbeitskollegen, ehemaligen Mitschülern und zum Teil auch von den Gesuchten selbst, die sich meist über einen Anwalt meldeten.

Staatsanwaltschaft muss Öffentlichkeitsfahndung genehmigen

Die abgebildeten Personen stehen im Verdacht, Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen zu haben. Jede Veröffentlichung muss auf Antrag der Staatsanwaltschaft von einem Amtsrichter genehmigt werden. Bei den Protesten gegen den G20-Gipfel im Juli 2017 war es in Hamburg zu schweren Ausschreitungen gekommen. Randalierer setzten zahlreiche Autos in Brand, schlugen Scheiben ein und plünderten Geschäfte. Es entstanden Schäden von mehreren Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.04.2019 | 11:00 Uhr

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