Stand: 29.07.2020 18:23 Uhr

G20-Akkreditierung: Polizei räumt Fehler ein

Die Polizei Hamburg hat sich bei einem Journalisten entschuldigt, dem beim G20-Gipfel in Hamburg der Zugang zum Pressezentrum verweigert worden war. In einem Schreiben, das dem NDR vorliegt, räumt die Polizei Fehler ein. Die Polizei Hamburg habe den unberechtigten Entzug der Akkreditierung mitverursacht, heißt es in dem Brief an den Journalisten.

Polizeipräsident unterzeichnet die Entschuldigung

Unterzeichnet hat den Brief Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. Er bittet darin um Entschuldigung für das, "unbeabsichtigte Fehlverhalten der eingesetzten Polizeibediensteten". In der Kommunikation mit dem Bundeskriminalamt und dem Bundespresseamt sei es zu Missverständnissen und Fehlern gekommen.

Zutritt zum G20-Medienzentrum verwehrt

Dem Journalisten Adil Yiğit war im Juli 2017 von Polizistinnen und Polizisten der Zutritt zum G20-Medienzentrum verwehrt worden. Auch seine Pressekarte für den Gipfel wurde ihm abgenommen. Mit der Entschuldigung soll nach NDR Informationen ein Rechtsstreit zwischen dem Journalisten und der Polizei beigelegt werden. Yiğit hatte gefordert, dass die Polizei ihr Fehlverhalten eingestehe.

Journalist Adil Yiğit sitzt auf dem Sofa. © Miguel Ferraz Foto: Miguel Ferraz
Adil Yiğit wurde die Akkreditierung entzogen und er will, dass die Polizei Fehlverhalten eingesteht.

"Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, eine außergerichtliche Einigung liegt noch nicht vor", teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch auf Anfrage mit. Bisher habe es weder weitere vergleichbare Schreiben gegeben, noch weitere vergleichbare Verfahren.

Während des G20-Gipfels wurde insgesamt 32 Journalistinnen und Jounalisten die Presse-Akkreditierung entzogen. Begründet wurde das damals mit Sicherheitsbedenken. In vielen Fällen waren diese aber offensichtlich unbegründet. 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.07.2020 | 08:00 Uhr

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