Viele kleine Fische liegen übereinander. © picture alliance/Philipp Schulze/dpa Foto: Philipp Schulze/dpa

Forscher sollen klären, warum es immer weniger Stinte gibt

Stand: 28.12.2020 18:32 Uhr

Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan hat eine umfangreiche Studie über den Stint auf den Weg gebracht. Die Fangzahlen des Fisches gehen zurück. Es soll geklärt werden, ob das an Umwelteinflüssen liegt.

Wieviel Stint gibt es in der Elbe? Und wie sind die Laich- und Aufwuchsbedingungen des Fisches im Süßwasserbereich der Tideelbe zwischen Drage und Pagensand? Zur Beantwortung dieser Fragen hat Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) den Forschungsauftrag vergeben.

Silbriger Meeresfisch zieht zum Laichen die Elbe hinauf

Der Stint ist ein schlanker, silbrig glänzender Meeresfisch und etwa 15 bis 18 Zentimeter groß. Sein lateinischer Name lautet: Osmerus eperlanus. Im Winter zieht er zum Laichen auch die Elbe hinauf, um dann im Süßwasserbereich der Tideelbe seinen Nachwuchs in die Welt zu setzen. Und er schmeckt nicht nur den Menschen, sondern ist auch Nahrungsquelle zum Beispiel für Zander, Zwergmöwen, Kormoranen und Flussseeschwalben.

Fangzahlen des Stint gehen zurück

Früher kam der Stint in großen Mengen in der Elbe vor. Doch in den letzten Jahren gehen die Fangzahlen immer weiter zurück. Was ist der Grund? Wasserverschmutzung? Die Ausbaggerungen im Fluss? Der Klimawandel? Oder ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren? Diesen Fragen sollen Forscherinnen und Forscher nun nachgehen.

Studie dauert fünf Jahre

Fünf Jahre lang sollen sie unter anderem Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt, Trübung und Strömungsgeschwindigkeit untersuchen. Umweltsenator Kerstan hofft, dann Ende 2025 zu wissen, wie man dem Stint helfen kann. Für die Untersuchungen stellt seine Behörde 750.000 Euro zur Verfügung.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.12.2020 | 17:00 Uhr

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