Die EU-Flagge und die Flagge von Großbritannien wehen nebeneinander. © DPA Foto: Niall Carson

Unternehmen fürchten Einbrüche bei hartem Brexit

Stand: 11.11.2020 10:44 Uhr

Rund die Hälfte der Unternehmen in Norddeutschland ist nach eigenen Angaben gut auf den nahenden Brexit vorbereitet. Es gibt aber Sorge vor einer Verschlechterung der Geschäftslage. Das geht aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Nord hervor.

Wegen der Corona-Pandemie gerät der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union fast ein bisschen in Vergessenheit. Ende des Jahres endet die Übergangszeit. Nach jahrelangen Verhandlungen sind sich beide Seiten nach wie vor nicht über ein Freihandelsabkommen einig. Es droht der sogenannte harte Brexit. Zwei Drittel der befragten Unternehmen in Norddeutschland rechnen in diesem Fall mit Nachteilen bei Geschäften mit dem Vereinigten Königreich. Zu den größten Risiken zählen die Unternehmer Handelsbeschränkungen. Das können zum Beispiel neue Zölle auf Waren und Dienstleistungen sein. Dazu gehören auch Schwankungen beim Wechselkurs zwischen Euro und britischem Pfund sowie eine generelle Unsicherheit des rechtlichen Rahmens.

Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss der zwölf norddeutschen Industrie- und Handelskammern aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. An der Umfrage nahmen im Oktober 571 Firmen teil.

Wichtiger Handelspartner für Hamburg

Laut dem Statistikamt Nord liegt Großbritannien auf Platz drei der wichtigsten Exportländer für Hamburg, hinter Frankreich und China. 2019 wurden demnach Waren im Wert von 3,8 Milliarden Euro verschifft.

 

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 11.11.2020 | 12:00 Uhr

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