Stand: 29.02.2020 12:41 Uhr

Feuerwache muss wegen Asbest geräumt werden

Die Wache der Berufsfeuerwehr in Hamburg-Osdorf ist am Freitagabend wegen Asbestbelastung geschlossen worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, kommen die rund 150 Einsatzkräfte mit ihrer Ausrüstung und ihren Fahrzeugen vorerst auf dem Gelände einer Kaserne in der Nähe unter. Die am Abend geschlossene Feuerwache werde derzeit saniert und umgebaut, hieß es weiter. Dabei stellten Fachleute die Belastung mit dem stark gesundheitsschädlichen Schadstoff fest.

Kritik am Krisenmanagement

Die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft kritisierte das Krisenmanagement der Hamburger Berufsfeuerwehr. Die Hamburger Feuerwehrleute sind aufgebracht, sagte Daniel Dahlke, Chef der Feuerwehrgewerkschaft zu NDR 90,3. Seit anderthalb Jahren werde das Dienstgebäude aus den 70er Jahren saniert. In dieser Zeit seien alle Kollegen immer wieder mit Staub und Dreck konfrontiert gewesen, so Dahlke.

Fahrzeuge ebenfalls verseucht?

Die Feuerwehrgewerkschaft fordert nun eine lückenlose Aufklärung, warum erst so spät das Asbest entdeckt wurde. Zudem sieht Dahlke weiteren Handlungsbedarf: Alle Lösch- und Rettungswagen der alten Wache Osdorf seien vermutlich auch mit Asbestfasern verseucht. Zudem stammen zahlreiche Dienstgebäude wie die Wachen in Süderelbe und Harburg ebenfalls aus den 70er Jahren.

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Bauarbeiter entfernen mit Schutzanzug und Mundschutz bekleidet, Eternitplatten vom Dach einer Industriehalle. © imago Foto: Ulmer

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Asbest: Fragen und Antworten

Wann ist Asbest besonders gefährlich und warum? Und was ist der Unterschied zwischen festgebundenem und schwach gebundenem Asbest? Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie hier. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.02.2020 | 13:00 Uhr

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