Stand: 01.03.2020 21:26 Uhr

Fachkräfte-Einwanderung: Hoffnungen in Hamburg

Ein Flüchtling arbeitet unter professioneller Anleitung an einem Werkstück. © picture alliance/dpa Foto: Sven Hoppe
Das neue Gesetz soll es Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU erleichtern, nach Deutschland zu kommen.

Für Fachkräfte aus dem Ausland soll es von nun an leichter werden, in Deutschland und damit auch in Hamburg zu leben und zu arbeiten. Das sogenannte Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist in Kraft getreten. Neu ist unter anderem, dass nicht nur ausländische Akademiker leichter einwandern können, sondern auch Fachkräfte mit einer Ausbildung und einem Arbeitsvertrag. Hamburg hofft, dass durch das neue Gesetz freie Stellen zum Beispiel in der Krankenpflege, im Handwerk sowie im Ingenieurswesen besetzt werden können.

Handwerkskammer begrüßt Abbau von Hindernissen

Der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, setzt große Hoffnungen in das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und erwartet den Abbau bürokratischer Hindernisse und die Beschleunigung von Einreiseverfahren. Die Handwerkskammer stehe für die rasche und flexible Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse bereit und biete zahlreiche Maßnahmen, sollten ausländische Abschlüsse nicht gleichwertig mit den deutschen sein. "Ich bin überzeugt, dass dieses Mehr an Sicherheit für Arbeitskraft und Betrieb in hohem Maße positiv auf die Zukunftsfähigkeit des Hamburger Handwerks einzahlen wird", so Stemmann.

VIDEO: Fachkräftemangel: Handwerk setzt auf Zuwanderer (2 Min)

Ver.di: Fachkräfteeinwanderungsgesetz schwächt Herkunftsländer

Sönke Fock von der Agentur für Arbeit bezeichnet das Fachkräfteeinwanderungsgesetz als Paradigmenwechsel, der neue Chancen biete. Bislang habe man in Deutschland und auch in Hamburg nie über gesteuerte Zuwanderung Fachkräftebedarfe bedienen können. Von der Gewerkschaft ver.di kommen dagegen auch kritische Töne. Zunächst sei es gut, dass die Zuwanderung von Fachkräften nun geregelt werde. "Auf der anderen Seite schwächt es die Länder, aus denen wir die Menschen zu uns holen oder einladen, zu uns zu kommen, denn dort fehlt dann diese Qualifizierung", sagte ver.di-Landesbezirksleiter Berthold Bose.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 01.03.2020 | 19:30 Uhr

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