Stand: 22.12.2018 07:11 Uhr

Erste Bootsflüchtlinge in Hamburg aufgenommen

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Im Spätsommer hatten auch in Hamburg Menschen für die Seenotrettung von Flüchtlingen demonstirert.

Hamburg hat erstmals aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufgenommen. Insgesamt kamen bisher 118 Flüchtlinge nach Deutschland, die vor dem Ertrinken aus dem Mittelmeer gerettet wurden.

Streit um Bootsflüchtlinge in der EU

Im Sommer war der Streit um Flüchtlinge, die aus Seenot gerettet wurden, in der Europäischen Union eskaliert. Italien hatte sich geweigert, die Menschen aufzunehmen, private Rettungsschiffe wurden an die Kette gelegt und am Auslaufen gehindert.

Hamburg will "sicherer Hafen" sein

Neben Hamburg hatten Bremen und Berlin im September in einer gemeinsamen Erklärung versichert, Flüchtlinge aufzunehmen. Flüchtlingsschiffe in sichere Häfen zu bringen, sei humanitäre Pflicht, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Erste Bootsflüchtlinge kamen im November

Die ersten Bootsflüchtlinge sind nach Informationen von NDR 90,3 Ende November in Hamburg angekommen. Sie stammen aus dem Sudan, sind 21, 23 und 30 Jahre alt und leben derzeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung.

Flüchtlinge von Schiff "Aquarius" gerettet

Offenbar wurden sie von der "Aquarius" aus dem Mittelmeer gerettet. Das Schiff konnte erst nach tagelangem Warten in Malta anlegen, nachdem fünf EU-Staaten, darunter Deutschland, zugesagt hatten, die aus Seenot geretteten Flüchtlinge aufzunehmen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 22.12.2018 | 07:00 Uhr

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