Blick von HInten auf die Hüfte eines Polizisten, der seine Hand an seine Waffe hält. © picture alliance Foto: Bodo Marks

Encrochat: 50 neue Stellen für Hamburgs Polizei und Justiz

Stand: 05.08.2021 06:30 Uhr

50 neue Stellen bei Polizei und Justiz, um die Organisierte Kriminalität besser bekämpfen zu können - diese Investition macht die Stadt Hamburg, um insbesondere die sogenannten Encrochat-Verfahren zu beschleunigen.

"Mit diesen zusätzlichen Stellen legen wir den Turbo ein", sagt Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne). Das wirke sich an drei Punkten aus: "Wir bekämpfen gezielt den internationalen Drogenhandel und die Waffenschieberei in Hamburg. Wir verstärken die Suche nach illegal erlangtem Vermögen und stellen diese Vermögenswerte sicher. Und wir sorgen dafür, dass die übrigen Strafverfahren nicht unter der Encrochat-Welle leiden".

171 Ermittlungsverfahren

In Zahlen heißt das: 79 Verfahren sind bei Gericht anhängig mit insgesamt 139 Angeklagten. 49 von ihnen wurden bereits verurteilt. Bei der Staatsanwaltschaft laufen bislang 171 Ermittlungsverfahren. Gut 30 Staatsanwältinnen und -anwälte sind damit beschäftigt. 4,6 Millionen Euro an Vermögenswerten wurden bislang beschlagnahmt. Man erwartet allerdings noch ein Vielfaches davon. Vermögenswerte, das ist zum Teil Bargeld, das sind aber auch teure Uhren, Autos oder ähnliches.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) ist sich sicher, die Encrochat-Ermittlungen werden Polizei und Justiz noch auf Jahre hinaus beschäftigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.08.2021 | 06:00 Uhr

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