Stand: 16.11.2019 09:57 Uhr

Elbvertiefung: Verzögerungen auf Hamburger Gebiet

Bei den Bauarbeiten zur Elbvertiefung gibt es auf Hamburger Gebiet erste Verzögerungen. Als Grund gibt die Wirtschaftsbehörde ein neues Verfahren an, um nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg zu suchen. Der Rückstand soll aber durch den Einsatz von mehr Baggerschiffen später wieder aufgeholt werden.

Videos
Stephan Heller zur Elbvertiefung. © NDR Foto: Screenshot
2 Min

Darum geht's: Elbvertiefung

Die erneute Elbvertiefung ist seit Jahren ein Zankapfel zwischen der Hafenwirtschaft und Umweltschützern. Doch warum ist sie überhaupt notwendig und was genau passiert da? 2 Min

Baggerschiffe kommen erst im neuen Jahr

Eigentlich sollten auf dem Hamburger Abschnitt der Elbe bereits im Oktober die ersten Baggerschiffe anrücken, um die Fahrrinne zu verbreitern. Jetzt soll es erst Anfang kommenden Jahres richtig losgehen, so eine Behördensprecherin. Jenseits der Landesgrenze wird dagegen schon gebaggert.

Arbeiten jenseits der Hamburger Landesgrenze laufen

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat zwischen Wedel und der Störmündung die Fahrrinne um 20 Meter verbreitern lassen. Ende des Jahres soll auch der Abschnitt der sogenannten Begegnungsbox bei Wedel fertig sein, der nicht auf Hamburger Gebiet liegt, so Hans-Heinrich Witte, Chef der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Dann werde der Hamburger Hafen die ersten Erleichterungen spüren, hofft er.

Fahrrinne wird vertieft

Große Schiffe können sich künftig dann auch kurz vor dem Hafen passieren, Staus sollen vermieden werden. Im kommenden Jahr beginnen auch die Arbeiten, um die Fahrrinne zu vertiefen. Neben Sand und Schlick haben die Bagger bereits mehrere Schiffswracks aus der Elbe geholt, darunter in Höhe Wedel ein gesunkenes Festmacherboot aus den 50er oder 60er Jahren.

Weitere Informationen
Containerschiff im Hamburger Hafen © Hafen Hamburg Marketing e.V./ Hettchen

Was bringt die Elbvertiefung?

Damit die neuesten XXL-Containerschiffe den Hamburger Hafen unabhängig von der Tide erreichen können, wird die Elbe derzeit vertieft. Was passiert da genau - und wo drohen Gefahren? mehr

Containerschiff auf der Elbe. © fotolia Foto: Kara

Elbvertiefung ist im Zeitplan

Seit sieben Monaten wird die Elbe ausgebaggert. In Wedel wurde jetzt eine positive Zwischenbilanz gezogen. Bis 2021 soll die Vertiefung abgeschlossen sein. Kosten: Rund 800 Millionen Euro. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.11.2019 | 10:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Ein Virussymbol schwebt zwischen roten Lichreflexen. © picture alliance Foto: Geisler Fotopress Christoph Hardt

Neuer Höchstwert: 410 neue Corona-Fälle in Hamburg

Wieder ein Höchstwert: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg lag am Freitag bei 410. Der Sieben-Tage-Wert stieg auf 121,8. mehr

Peter Tschentscher © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

Senat berät über Umsetzung neuer Corona-Beschränkungen

Ab Montag sollen die neuen Corona-Regeln gelten. NDR.de überträgt die Pressekonferenz des Hamburger Senats ab 13 Uhr live. mehr

HSV-Trainer Daniel Thioune (l.) und St.-Pauli-Coach Timo Schultz © Witters

HSV gegen St. Pauli: Neue Trainer, neuer Geist

Daniel Thioune und Timo Schultz feiern heute ihre Derby-Premiere als Cheftrainer. Beide stehen bei ihren Clubs für einen neuen Geist. mehr

Blick auf den Eingangsbereich des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Erstmals ist in Hamburg eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Es handele sich um einen Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). © picture alliance Foto: Bodo Marks

Weitere Corona-Fälle im Hamburger UKE

In der Transplantationsstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wurden nach Patienten auch Pflegekräfte positiv getestet. mehr