Stand: 14.08.2018 06:19 Uhr

Elbvertiefung: Projekt fehlt bei Ausschreibungen

Nach dem Bund hat auch Hamburg einige Ausschreibungen für die geplante Elbvertiefung begonnen. Die Hafenverwaltung HPA sucht derzeit Firmen, die etwa ein neues Rohr unter der Elbe zwischen Blankenese und der Elbinsel Neßsand verlegen, nach Blindgängern im Untergrund suchen oder neue Leuchttürme vor Blankenese errichten können. Die Fristen, sich dafür zu bewerben, sind zum Teil schon abgelaufen.

Wichtiges Projekt fehlt

Allerdings fehlt dabei nach Informationen von NDR 90,3 noch eines der wichtigsten Teilprojekte. Für die entscheidende Vertiefung der Fahrrinne, auch auf Hamburger Gebiet, ist aus Sicht der Hafenwirtschaft eine Art Barriere unter Wasser im Bereich Köhlbrandhöft besonders relevant. Dort steht an Land ein großes Klärwerk. Damit dort überhaupt gebaggert werden kann, muss die Böschung befestigt werden, vor allem unterhalb der Wasseroberfläche.

Neue Klage nicht ausgeschlossen

FDP-Fraktionschef Michael Kruse fordert von der Stadt, deutlich aufs Tempo zu drücken. Hamburg dürfe keine Zeit mehr bei der Elbvertiefung verlieren. Die Umweltschutzorganisation BUND kritisiert dagegen, dass Bund und Hamburg bereits Maßnahmen ausgeschrieben haben - bevor der Planfeststellungsbeschluss überhaupt vorliegt. Die Umweltverbände schließen eine neue Klage gegen die Elbvertiefung nicht aus.

Der Bund hatte Ende vergangener Woche den Startschuss für die Ausschreibungsverfahren gegeben.

Weitere Informationen
58:33
die nordstory

Elbvertiefung ohne Ende

01.08.2018 14:15 Uhr
die nordstory

Seit dem 9. Februar 2017 ist es entschieden: Die Elbvertiefung kommt. Noch wird allerdings um den Schierlings-Wasserfenchel und um weitere Ausgleichsflächen gerungen. Video (58:33 min)

Elbvertiefung: Einwände gegen neue Pläne

Die Umweltverbände halten die neuen Pläne für die Elbvertiefung nicht für ausreichend. Sie kritisieren, dass die Vorhaben besonders für den Schierlings-Wasserfenchel ein Rückschritt seien. (05.02.2018) mehr

Hafenschlick-Problem verschlingt Millionen

Im vergangenen Jahr sind wieder rund 100 Millionen Euro ausgegeben worden, um den Schlick im Hamburger Hafen zu bekämpfen. Die Hamburger FDP fordert mehr Effektivität. (23.03.2018) mehr

Elbvertiefung: Nachgebesserte Pläne liegen aus

Die neuen Pläne für den Schutz des Schierlingswasserfenchels sind fertig und liegen ab sofort öffentlich in Hamburg aus. Sie könnten zu neuen Klagen gegen die geplante Elbvertiefung führen. (05.03.2018) mehr

Vorarbeiten für Elbvertiefung haben begonnen

Noch gibt es kein grünes Licht für die Elbvertiefung, dennoch legt man in Hamburg mit den Vorarbeiten los. Laut Wirtschaftssenator Horch wird bereits nach Bomben und Blindgängern gesucht. (20.02.2018) mehr

Die neuen Pläne für die Elbvertiefung sind fertig

Die ergänzten Pläne für die Elbvertiefung sind nach Informationen von NDR 90,3 fertig. In der kommenden Woche sollen sie veröffentlicht werden - die Umweltverbände können erneut dagegen klagen. (03.02.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.08.2018 | 06:00 Uhr

Elbvertiefung: Baggern oder bewahren?

Die geplante siebte Elbvertiefung ist seit Jahren ein Zankapfel zwischen der Hafenwirtschaft und Umweltschützern. NDR.de bietet einen Überblick über Pläne und Risiken der Fahrrinnen-Anpassung. mehr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:11
Hamburg Journal

"Welt am Sonntag" feiert 70. Jubiläum

19.09.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:24
Hamburg Journal

Beatles-Ausstellung: "It started in Hamburg"

19.09.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
01:50
Hamburg Journal

Hamburger Feuerwehren werden aufgerüstet

19.09.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal