Stand: 09.04.2019 15:30 Uhr

Elbvertiefung: Beschwerde zurückgezogen

Der Weg für die Elbvertiefung ist frei. Nach einigen kartellrechtlichen Streitigkeiten können die Bagger nun kommen. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) werde den Baggerauftrag in Höhe von 238 Millionen Euro an die Bietergemeinschaft Nordsee-Dredging International vergeben, teilte die Behörde am Dienstag in Bonn mit. Zuvor hatte ein niederländisches Unternehmen, das bei der Auftragsvergabe unterlegen war, seine Beschwerde und den Antrag auf aufschiebende Wirkung beim Oberlandesgericht Düsseldorf zurückgenommen.

"Wir haben nie daran gezweifelt, dass wir die zentralen Baggerarbeiten planmäßig im zweiten Quartal dieses Jahres erteilen können", sagte Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Die Beschwerde des unterlegenen Unternehmens hätte die Bauarbeiten um Monate verzögern können, wenn sie erfolgreich gewesen wäre.

Westhagemann: Ende des Jahres erste Erleichterungen

Das gesamte Baggervolumen betrage rund 32 Millionen Kubikmeter. Begonnen werde mit der Verbreiterung und der Herstellung der Begegnungsbox bei Wedel. Damit werde es Ende des Jahres erste Erleichterungen für die Schifffahrt auf der Elbe geben, erklärte Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos).

Stephan Heller zur Elbvertiefung. © NDR Foto: Screenshot

Darum geht's: Elbvertiefung

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Die erneute Elbvertiefung ist seit Jahren ein Zankapfel zwischen der Hafenwirtschaft und Umweltschützern. Doch warum ist sie überhaupt notwendig und was genau passiert da?

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.04.2019 | 16:00 Uhr

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