Stand: 16.11.2019 16:15 Uhr

Einsatzkräfte üben für Sturmflut in Hamburg

Mauer aus Sandsäcken © NDR Foto: Roshak Ahmad
Eine Mauer aus Sandsäcken soll im Sturmflutfall Schlimmeres verhindern (Archivbild).

Hamburgs Behörden haben am Freitagabend mit etwa 500 Einsatzkräften für den Ernstfall an den Deichen geübt. Konkret wurde das Verhalten bei einer Sturmflut trainiert, sagte Michael Schaper vom zuständigen Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG).


Behörden und Helfer arbeiten eng zusammen

Bei der so genannten Deichverteidigungsübung geht es vor allem um die Kommunikation und Zusammenarbeit der vielen Helfer an den Deichen und in den Organisationsstäben. Die Übung erfolgte in Zusammenarbeit der Behörden mit den Bezirken Bergedorf, Hamburg-Mitte und Harburg.

Ziel der Übung: Fiktive Schäden beheben

Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW), der Deichwachten der Bezirksämter, Mitarbeiter von Airbus und der Bundeswehr sollten fiktive Schäden mit effektiven Sicherungsbauwerken an Deichen und Flutschutztoren beheben. Die Schutzmaßnahmen wurden wie jedes Jahr geprüft und befinden sich den Angaben zufolge in einem sicheren Zustand.

Wichtige Aufgabe für Hamburg

Geschulte Deichfachkräfte beobachten und prüfen im Sturmflutfall die Bauwerke der etwa 103 Kilometer langen Hochwasserschutzanlagen in Hamburg. Schäden daran beheben sie gemeinsam mit den Einsatzkräften. Bei der Übung am Freitagabend wurde diese für Hamburg wichtige Aufgabe an verschiedenen Stellen zwischen Altengamme und Finkenwerder geübt.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.11.2019 | 19:30 Uhr

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