Stand: 28.05.2019 12:06 Uhr

Eimsbüttel: Grün holt die deutliche Mehrheit

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Die Grindelhochhäuser sind ein für den Bezirk Eimsbüttel prägendes Ensemble.

"Rot-Grün Eimsbüttel" - was nach einem Sportverein klingt, war im Bezirk Eimsbüttel bisher ein fester politischer Begriff. Denn SPD und Grüne bildeten im Bezirk seit Jahren eine Koalition bilden, die nicht durch große Streitereien aufgefallen ist. Die Bezirkswahl hat die Mehrheiten nun aber durcheinander gewürfelt und die Grünen sind deutlich an der SPD vorbeigezogen.

Die grüne Spitzenkandidatin Lisa Kern hatte schon vor der Wahl freimütig der SPD den Kampf angesagt und zugegeben, dass sie sich dieses Mal eine grüne Mehrheit für Eimsbüttel wünscht. Sie setzte auf die Hauptthemen bezahlbarer Wohnungsbau und Verkehrswende und das ist offenbar aufgegangen. Die SPD landete auf Platz 2, gefolgt von CDU, Linken, FDP und AfD.

37,2 Prozent für die Grünen

Die Grünen landeten mit einem Plus von 14,1 Punkten bei 37,2 Prozent und waren damit die mit Abstand stärkste Partei im Bezirk. Die Sozialdemokraten kamen nach Auszählung aller 262 Stimmbezirke nur noch auf 23,1 Prozent - 10,2 Punkte weniger als bei der Wahl 2014. Die CDU landete in Eimsbüttel mit Verlusten von 6,4 Punkten bei 16,3 Prozent. Die Linke erzielte 10,4, die FDP 6,5 und die AfD 4,9 Prozent.

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Rot-Grün seit Jahren stabil

Im Bezirk Eimsbüttel bilden SPD und Grüne seit Jahren eine stabile Koalition, die nicht durch große Streitereien aufgefallen ist. Bei der Wahl 2014 bekam die SPD 18 Sitze (33,3 Prozent), die Grünen 12 Sitze (23,1 Prozent), die CDU ebenfalls 12 Sitze (22,7 Prozent), die Linke 5 Sitze (9,8 Prozent) und die FDP 2 Sitze (4,5 Prozent). Die drei AfD-Abgeordneten bekamen 3,9 Prozent und damit 2 Sitze, bildeten aber keine Fraktion mehr, sie traten aus und waren nur mehr als Einzelabgeordnete vertreten. Kay Gätgens ist der Leiter des Bezirksamtes Eimsbüttel. Die Wahlbeteiligung lag 2014 bei 45,5 Prozent.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 27.05.2019 | 18:00 Uhr

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