Ein E-Scooter liegt auf dem Boden. © picture alliance / dpa Foto: Horst Galuschka

E-Scooter: SPD und Grüne wollen keine Stolperfallen mehr

Stand: 16.09.2021 07:41 Uhr

Probleme in Hamburgs Verkehr standen im Mittelpunkt der Bürgerschaftssitzungam Mittwoch. SPD und Grüne kündigten an: Elektro-Roller werden künftig stärker reglementiert. Notfalls mit Bußgeldern wollen sie dafür sorgen, dass E-Tretroller nicht überall als Stolperfalle rumliegen.

Und es soll mehr Zwangs-Abstellflächen geben. Clarissa Herbst (SPD) betonte, es gehe nicht darum, E-Roller komplett aus dem Stadtbild zu verbannen, "sondern sie in den bestehenden Mobilitätsmix zu integrieren." Die Grünen ergänzten, nur der Bund, nicht Hamburg, könne die Rollerverleiher an die kurze Leine nehmen.

Viele Verkehrsunfälle

Quatsch, meinte dazu Heike Sudmann (Die Linke): "Sie müssen nicht versuchen hier ein Ablenkungsmannöver zu spielen - nach dem Motto: 'Wir können gar nichts machen. Der Bund muss es tun.' Nein. Sie haben die Möglichkeit einzugreifen." Bremens Senat sei mutiger und schränke die Roller durch eine Sondernutzungsgenehmigung ein. Die CDU beklagte in der Debatte 146 Verkehrsunfälle mit Elektroroller in der ersten Jahreshälfte. Und die AfD sagte, sie habe als erste feste Abstellflächen verlangt.

Feste Parkzonen in Mitte und Altona

Seit gut zwei Jahren gehören E-Scooter zu Hamburgs Straßenbild dazu. Ob sie eine geeignete Alternative zu anderen Verkehrsmitteln sind oder doch nur ein nerviges Spaßmobil, darüber wird seitdem durchgehend gestritten. Die Stadt hat mit den Leih-Anbietern bisher freiwillige Vereinbarungen getroffen. So gibt es zum Beispiel schon feste Parkzonen in den Bezirken Hamburg-Mitte und Altona. Rund 7.000 E-Scooter sind insgesamt auf Hamburgs Straßen und Fußwegen unterwegs.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.09.2021 | 08:00 Uhr

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