Stand: 22.06.2020 06:40 Uhr

Dressel: Hamburg beteiligt sich an Unternehmen

Hamburg will sich wegen der Corona-Krise vorübergehend an einigen privaten Unternehmen beteiligen. Für das Programm, das im Herbst starten soll, hat Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) im Gespräch mit NDR 90,3 erste Eckpunkte vorgelegt.

Es geht nicht um den Kleinunternehmer um die Ecke, der derzeit weniger zu tun hat, gibt Dressel als Richtschnur für den "Recovery-Fonds" aus. Das Hilfsprogramm richtet sich in erster Linien an Firmen, die strukturell wichtig für den Standort Hamburg sind. Spekuliert wird dabei beispielsweise über Touristenattraktionen wie das Miniatur Wunderland oder andere kulturelle Einrichtungen, die in Schwierigkeiten geraten sind. Konkrete Namen von Firmen wollte Dressel allerdings nicht nennen.

Engagement auf sieben Jahre begrenzt

SPD und Grüne hatten sich bei ihren Koalitionsverhandlungen darauf geeeinigt, dass die Stadt bis zu eine Milliarde Euro bereitstellt, um vorübergehend Teilhaber bei kriselnden Unternehmen zu werden. Aufgrund von EU-Vorgaben ist das Engagement der Stadt auf sieben Jahre begrenzt. Bei Firmen, die schon vor der Corona-Krise Probleme hatten, sei es für die Stadt schwierig, unter die Arme zu greifen, sagte Dressel. Bedingung werde auch sein, dass Ausschüttungen an Manager oder sonstige Anteilseigner begrenzt werden.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.06.2020 | 08:00 Uhr

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