Stand: 01.12.2019 18:00 Uhr

Donald Tusk erhält in Hamburg Dönhoff-Preis

Der bisherige EU-Ratspräsident Donald Tusk ist in Hamburg mit dem Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung ausgezeichnet worden. Laut Jury hat Tusk als polnischer Ministerpräsident einen Beitrag geleistet "zum Aufbau eines demokratischen und freien Polens". Später als Ratspräsident der Europäischen Union habe sich Tusk in herausragender Weise für die Annäherung von Ost- und Westeuropa eingesetzt.

Rede von Ex-Bundespräsident Gauck

Laudator war Alt-Bundespräsident Joachim Gauck. Er sagte bei der Verleihung des Preises im Deutschen Schauspielhaus vor mehr als 1.000 Gästen, Tusk wisse, dass Europa der beste Platz auf Erden sei. Er wisse aber auch, dass dieser Platz "Renovierungsarbeiten, neue Wege und Anlagen" brauche. Europa benötige Planer, die energisch durchzugreifen vermögen, ohne in Extreme zu verfallen. Donald Tusk betonte in seiner Dankesrede, die Europäische Union müsse solidarisch sein. Sie müsse ihre kleineren und schwächeren Mitglieder verteidigen.

01.12.2019, Hamburg: Mitglieder der Klimaschutzbewegung Fridays for Future stehen in Hamburg während der Verleihung des Marion Dönhoff-Preises auf der Bühne. In diesem Jahr geht der Hauptpreis für internationale Verständigung und Versöhnung an den EU-Ratspräsidenten Tusk und der Förderpreis an die Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
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Jugendliche Vertreter der Bewegung "Fridays for Future" nahmen im Deutschen Schauspielhaus den Förderpreis entgegen.
Förderpreis für "Fridays for Future"

Den Förderpreis erhielt die Klimaschutz-Bewegung "Fridays for Future". Die Bewegung habe "eine ganze Generation mobilisiert, für unsere gemeinsame Zukunft zu kämpfen", erklärte die Jury. Ökonomin Maja Göpel sagte in ihrer Laudatio: "Wir ehren sie dafür, dass sie uns helfen, die Verschwendung und Achtlosigkeit unserer Tage überhaupt ernsthaft anzuschauen". Die Mitgründerin Luisa Neubauer und sechs ihrer Mitstreiter nahmen den Preis entgegen. Neubauer kündigte für den 21. Februar, den Freitag vor der Bürgerschaftswahl, eine weitere Großdemonstration in Hamburg an.

17. Vergabe des Preises

Gestiftet wird der Marion Dönhoff Preis von der "Zeit", der "Zeit"-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Marion Dönhoff Stiftung. Er wurde zum 17. Mal verliehen. Marion Gräfin Dönhoff lebte von 1909 bis 2002 und hatte sich unter anderem als Chefredakteurin und Herausgeberin der Wochenzeitung "Zeit" einen Namen gemacht.

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Marion Gräfin Dönhoff 1972. © picture-alliance/ dpa Foto: Lothar Heidtmann

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 01.12.2019 | 16:00 Uhr

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