Stand: 20.01.2020 13:22 Uhr  - NDR 90,3

Die "Transit" tritt ihre Reise nach Belgien an

Das Hotelschiff "Transit" hat am Montag endgültig den Harburger Binnenhafen in Richtung Belgien verlassen. Das 110 Meter lange, mehrstöckige Schiff, auf dem die Stadt fünf Jahre lang Geflüchtete untergebracht hatte, hätte Hamburg eigentlich bereits bis zum Jahresende verlassen sollen. Der Weg des Schiffes über die Süderelbe, weiter Richtung Nordsee und dann nach Rotterdam verzögerte sich aber mehrmals.

Wirbel um Abtransport der "Transit"

Seit vergangenem Juli wird das Schiff nicht mehr für die Unterbringung von Geflüchteten gebraucht. "Diese Unterkunft war eine Wohnunterkunft, keine Erstunterkunft, sondern für alle Menschen, die kein Obdach haben", sagt Gorch von Blomberg von der Flüchtlingshilfe Binnenhafen. "Und sie ist sehr teuer, so wie wir es verstanden haben". Tatsächlich zahlte die Stadt insgesamt rund fünf Millionen Euro Charter für die "Transit". "Das ist eine der teuersten Arten, Flüchtlinge unterzubringen und darum ist es nachvollziehbar, dass dieses Schiff nicht mehr genutzt wird, wenn weniger Flüchtlinge hier ankommen", sagt von Blomberg.

Wirbel um Abtransport der "Transit"

Vor fünf Jahren charterte die Stadt die "Transit" als schwimmende Unterkunft für Geflüchtete von einem niederländischen Reeder. Das Hotelschiff mit Platz für 249 Menschen machte im Harburger Binnenhafen am Kanalplatz fest, ein Platz, den der Bezirk Harburg eigentlich als Bürostandort und Hafenboulevard entwickeln wollte.

Die jetzt freigewordene Fläche darf der Verein Museumshafen Harburg nutzen. "Die Fläche wird mit Traditionsschiffen, mit Museumsschiffen belegt, mit Schiffern also, die in Fahrt sind, mal anlegen, mal ablegen", sagt von Blomberg.

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Mehrmals wurde der Abtransport der schwimmenden Unterkunft für Geflüchtete aus dem Harburger Binnenhafen bereits verschoben. Am Montag wurde die "Transit" weggeschleppt. Video (01:47 min)

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.01.2020 | 11:00 Uhr

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