Die Hamburger Katzenrettung im Einsatz

Stand: 31.10.2020 18:44 Uhr

Der Hamburger Tierschutzverein kümmert sich um Tiere in Not. Ein Team setzt sich vor allem für Katzen ein - und hat in Hamburgs Straßen einiges zu tun.

Mit kleinen Schüsselchen und Katzenfutter ist Monika Freytag in Hamburg-Wilhelmsburg unterwegs. Damit will sie dort Katzen fangen - in guter Absicht. Es geht ihr um wild lebende Tiere, die mit einem Chip versehen und kastriert werden sollen. "Das sind richtig wilde Katzen, die lassen sich nicht anfassen", sagt sie.

Rund 10.000 verwilderte Katzen in Hamburg

Ihr tägliches Futter bekommen die Straßenkatzen vom Hamburger Tierschutzverein, für deren Katzenrettung Freytag arbeitet. Laut dem Verein leben etwa 10.000 verwilderte Katzen in Hamburg. Neben Futter benötigen sie manchmal auch medizinische Versorgung. Dann werden sie vorübergehend ins Tierheim mitgenommen. Dort werden die Kater auch kastriert, sofern sie es noch nicht sind - um die starke Vermehrung der Tiere zu verhindern. Bis zu 500 wilde Katzen fangen die Tierschützer im Jahr, kastrieren und chippen sie und lassen sie dann wieder frei.

Drei Tage in Obhut

Eine Katze sitzt in einem Käfig.
Manchmal dauert es lange, bis sich die Katzen fangen lassen.

Mit Thunfisch lassen sich die Katzen besonders gut ködern und in den Käfig locken. Manchmal muss Freytag trotzdem lange in ihrem Auto warten, bis die Katze in die Falle tappt und sie sie zur Behandlung mitnehmen kann. Dieses Mal hat sie Glück, das Tier lässt sich schnell einfangen. Es handelt sich um einen Kater, er hat keine Kerbe im Ohr. Die würde bedeuten: schon kastriert. Das muss nun also nachgeholt werden.

Über Nacht kommt er mit ins Heim des Tierschutzvereins, bevor er am nächsten Tag operiert wird. Drei Tage später dann wird Monika Freytag ihn genau dort wieder freilassen, wo sie den kleinen Straßentiger eingefangen hat.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 31.10.2020 | 19:30 Uhr

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